Kubb Open 2011 in Rostock

Zum 8. Mal fliegen die Hölzer im Barnstorfer Wald

4. Juni 2011, von
8. Kubb Open
8. Kubb Open

Wer schon einmal an einem schönen Tag im Stadthafen gewesen ist, wird sicherlich Menschen bemerkt haben, die mit Stöckern auf Holzfiguren werfen. Diese Menschen spielen Kubb, eine Mischung aus Gesellschaftsspiel und Präzisionssport. Und wie in jeder Sportart gibt es auch beim Kubb Turniere. Eines davon fand heute zum 8. Mal auf dem Kastanienplatz im Barnstorfer Wald statt – die Kubb Open 2011.

Kubb Open im Barnstorfer Wald
Kubb Open im Barnstorfer Wald

Doch wie funktioniert das Spiel überhaupt? Das Spielfeld ist 5 mal 8 Meter groß und ist wie beim Fußball zweigeteilt. Auf jeder Grundlinie befinden sich 5 Holzklötze, die namensgebenden Kubbs. In der Mitte befindet sich ein etwas größerer Klotz, der König. Nun treten zwei Mannschaften gegeneinander an. Pro Runde darf mit einem Wurfholz sechsmal versucht werden, die gegnerischen Kubbs umzuwerfen. Wenn das geschafft wurde, muss noch der König abgeworfen werden. Wem dies zuerst gelingt, der gewinnt das Spiel.

Das ist schon alles. Am leichtesten lernt man die Regeln, wenn man es selbst mitmacht. Wer Lust hat, sollte einfach bei einem Spiel im Stadthafen oder am Strand zuschauen und die Spieler fragen, ob man es selbst mal versuchen darf.

Siegerpokale 2011
Siegerpokale 2011

Für das diesjährige Turnier hatten sich 47 Mannschaften angemeldet. Dies sind zwar 25 weniger als im Vorjahr, aber trotzdem noch eine sehr gute Teilnehmerzahl. Die Teams kamen hauptsächlich aus Rostock und Umgebung, aber es gab auch Mitspieler aus Berlin, Dresden und Leipzig. 27 Kubbspiele waren im Einsatz, um das rasche Vorankommen im Turnier zu gewährleisten. Zwar gab es neben Ruhm und Ehre auch Pokale zu gewinnen, jedoch sollte der Spaß im Vordergrund stehen.

Das beweisen auch die Namen der Teams. Klangvolle Kreationen wie „Kubba Libre“, „Die Knüppel aus dem Sack“, „Fischkübbe“ und „Die 3 spanischen Gurken“ sind nur einige Beispiele. Und da alles etwas lockerer sein sollte, griffen die Veranstalter auch nur im Notfall als Schiedsrichter ein, was jedoch nur selten nötig war. Denn die Gelegenheitsspieler, aber auch die Mannschaften, die Kubb intensiver betreiben, spielten fair und respektvoll gegeneinander.

Daniela, Tom und Jörg Wenzel
Daniela, Tom und Jörg Wenzel

Auch Familien schlossen sich als Team zusammen, etwa im Team „Rosenower Nobodys“. Tom, Daniela und Jörg Wenzel waren zum ersten Mal bei den Kubb Open dabei. „Wir spielen das bei uns im Sportverein, aber noch nicht so lange. Und wir hatten auch vorher kein intensives Trainingslager“, scherzte Daniela Wenzel.

Mit 11 Jahren war Jörg einer der jüngsten Mitspieler. „Das Wichtigste ist Konzentration“, verriet er mir. Leider hat es für die Familie nicht zum Einzug in die Hauptrunde gereicht. Nach drei Niederlagen und zwei Siegen schieden sie aus. „Das ist aber nicht so schlimm. Der Spaß steht im Vordergrund“, sagte Tom Wenzel.

Markus Brandt, Björn Görlitz und Christoph Käckenmeister
Markus Brandt, Björn Görlitz und Christoph Käckenmeister

Große Chancen auf den Sieg rechnete sich das Team Fortschritt99 aus. Christoph Käckenmeister, Markus Brand und Björn Görlitz nehmen seit 7 Jahren an den Kubb Open teil. In den letzten Jahren konnten sie mehrfach den ersten Platz belegen. „Wir wollten damals einen Sport machen, in dem wir Weltmeister werden können. Da fiel die Wahl auf Kubb“, sagte Björn Görlitz. Durch die Berufswelt hat es die Freunde aber über ganz Deutschland verteilt, sodass sie nicht mehr so häufig spielen können. Trotzdem wollen sie auch in diesem Jahr wieder bei der WM auf der Insel Gotland antreten. „Wir wollen die ersten deutschen Kubbweltmeister werden“, gibt sich Markus Brand kämpferisch.

Platz 3: Fortschritt99 (hinten) Platz 2: Gipfelstürmer (links) Platz 1: Kubb'Ings (vorne)
Platz 3: Fortschritt99 (hinten) Platz 2: Gipfelstürmer (links) Platz 1: Kubb'Ings (vorne)

Bevor es jedoch soweit ist, stand heute die Mission Titelverteidigung an. Das gelang den Jungs jedoch nicht. Sie mussten sich im Halbfinale dem Team Kubb’Ings aus Wismar geschlagen geben. Schon im letzten Jahr kam dieses Halbfinale zustande, da hatten die Rostocker noch die Nase vorn. In einem spannenden Finale besiegten die Kubb’Ings das Team Gipfelstürmer aus Berlin und holte den Titel so nach Wismar. Aber wie schon in den letzten Jahren heißt es auch dieses Jahr wieder bei den Kubb Open: „And the Winner is: der Kubbsport!“

Foto 6: Kubb Union e.V.

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