Seit zehn Jahren unterstützt der Rostocker Verein Nachami Bildungsprojekte in Afrika. Angefangen hatte alles mit einer Grundschule in Sabaki an der Ostküste Kenias. Um die Ausstattung der Schule zu verbessern, sammelten die Mitglieder Geld und kauften davon Schulbücher und Baumaterialien. Damals hieß der Verein noch „Freunde der Sabaki Schule, Kenia e.V.“ Später weiteten die Vereinsmitglieder ihre Aktivitäten in das Samburu-Gebiet im Landesinneren aus. Hier gibt es auch einen Ort namens Nachami, nach dem sich der Verein 2006 umbenannte.

50 solcher Tandems zwischen geldgebenden Paten aus Deutschland und einem afrikanischen Patenkind gibt es derzeit. 92 Euro bringen die Paten im Jahr für ein Grundschulkind auf. Für einen Schüler einer weiterführenden Schule kommen 300 Euro im Jahr zusammen. Um sicher zu gehen, dass die Gelder auch bei den Kindern ankommen, fährt eine Gruppe von Vereinsmitgliedern zweimal jährlich selbst in die Schule nach Afrika.

Bei ihrem Besuch vor Ort nehmen die Helfer aus Rostock auch gleich Briefe und Fotos der Patenkinder für die Paten nach Deutschland mit. Der Verein legt großen Wert auf persönliche Kontakte und direkte Wege. Möglichst viel von dem gesammelten Geld soll den Kindern zugutekommen. Die Vereinsverwaltung erfolgt daher ehrenamtlich. Durch die Beiträge weiterer Fördermitglieder werden Materialkosten und Flüge finanziert.

Für Olaf Bellmann, dessen Interesse an Afrika bereits in der Kindheit geweckt wurde, ist es eine moralische Verpflichtung Benachteiligten zu helfen. „Uns geht es relativ gut. Es ist auch in unserem Interesse den Menschen in Afrika zu helfen“, sagt er über seine Motivation sich bei Nachami e.V. einzubringen.
Ein weiteres wichtiges Anliegen des Vereins ist es, die Menschen hier in unserer Region, insbesondere Jugendliche, über das Leben in Afrika aufzuklären. Deshalb organisiert Nachami e.V. auch Bildungsangebote in Deutschland, wie zum Beispiel Ausstellungen (zurzeit im Ökohaus Rostock), Vorträge, Multiplikatorenschulungen und Workcamps in Afrika.
Eine Menge Arbeit, die die Mitglieder leisten und in den letzten zehn Jahren geleistet haben. Anlass genug zu feiern. Am Samstag steigt deshalb ab 16 Uhr die Geburtstagsparty im Klostergarten. Ein abwechslungsreiches, interkulturelles Programm soll für gute Unterhaltung sorgen.
Fotos, Afrika: Verein