
Doch fangen wir vorne an. 48 Teams, darunter natürlich viele Vereine aus Rostock, aber auch Mannschaften aus Leipzig, Berlin und sogar ein niederländischer Club, traten zwei Tage lang bei bestem Wetter am Ostseestrand gegeneinander an. Nachdem der Wettkampf letztes Jahr ins Wasser fiel, konnte er in diesem Jahr wieder im Rahmen der Warnemünder Woche stattfinden und lockte auch viele Zuschauer an die Felder. Das ganze Turnier wurde im Vergleich zum Jahr 2010 verkleinert, nur noch sechs Felder wurden bespielt und somit konnten 16 Teams weniger mitspielen: „Es fehlte einfach die Unterstützung der Rostocker Vereine, um einen so großen Wettkampf auf die Beine zu stellen“, sagte Organisator Eckhard Pedde.

So war es auch im Halbfinale der Frauen zwischen Torpedo Tannenkrug und dem Rostocker Beach Club e. V. Die Rostocker legten vor und schienen mit vier Punkten Vorsprung uneinholbar zu sein. So sah es auch der Schiedsrichter und pfiff ab. Nach einigen Protesten und Hinweisen fiel auf, dass es doch noch eine theoretische Möglichkeit für die Tannenkrug-Damen gab, zu gewinnen. Das Spiel wurde wieder aufgenommen und tatsächlich nutze der Torpedo die Chance und gewann.
Doch die Rostocker gaben sich damit nicht zufrieden und forderten eine Wiederholung des Penaltywerfens, da sie sich durch die Unterbrechung und die Schiedsrichterentscheidung benachteiligt fühlten. Die Wettkampfleitung stimmte zu, das Werfen wurde wiederholt und Torpedo Tannenkrug verlor. Die Mannschaft besetzte daraufhin 20 Minuten das Spielfeld und kündigte an, nie wieder nach Warnemünde zu kommen. Nach längeren Diskussionen traten sie aber noch zum Spiel um Platz drei an und gewannen mit viel Wut im Bauch gegen die Strandwikinger aus Rostock.
Vor den Finalspielen gab es noch das Entscheidungsspiel der AOK Beach Tour 2012. Diese addiert die Ergebnisse des Warnemünder Turniers mit den Resultaten aus Binz und Boltenhagen und ist somit eine kleine Gesamtwertung. Da das Beachteam Rostock und die Gottesgleichen aus Warnemünde punktgleich waren, mussten beide noch mal ran, um sportlich zu klären, wer das bessere Team in diesem Jahr war.
Der begehrte Pokal bleibt in diesem Jahr in Warnemünde, denn die Gottesgleichen setzten sich in einem spannenden Spiel durch. Die Männer waren sehr glücklich und hatten sichtlich Spaß an der Veranstaltung. Die meisten von ihnen spielen auch Hallenhandball, im Moment sei aber die Strandvariante deutlich spaßiger, weil die Turniere ein viel größeres Erlebnis sind.

„Wir sind natürlich überglücklich mit dem Sieg“, waren sich die Spielerinnen einig. Die Mannschaft existiert seit 2007 und konnte auch schon das Turnier in Boltenhagen gewinnen. So gestärkt fahren sie in zwei Wochen mit erhobenem Haupt zu den German Open in Bremen, wo Teams aus dem gesamten Bundesgebiet gegeneinander antreten.

Weitere Eindrücke von den 18. Rostocker Beachhandball Tagen 2012:

Wurf im Flug 
Spannende Zweikämpfe 
Pfostentreffer 
Die Gottesgleichen aus Warnemünde 
Beachhandball auf dem Ostseestrand 
Die Acker-Spritz-Piepen freuen sich über den Finaleinzug 
Tornado Tannenkrug 
Sprungwurf 
Penaltywerfen 
Beachhandball im Rahmen der Warnemünder Woche