Dort, wo sonst Urlauber am Eis lutschen und mit Badeschlappen zum Strand spazieren, war heute die Promenade für zwei Demonstrationen reserviert. Die AfD hatte zur Kundgebung „Islamisierung stoppen“ aufgerufen, zum fünften Mal in wenigen Wochen. Nach Evershagen und Lütten Klein hatte sie sich heute das Ostseebad Warnemünde ausgesucht.
Laut Polizeiangaben versammelten sich etwa 500 Demonstranten unter dem Leuchtturm. Viele Schwarz-Rot-Goldene Flaggen wehten. Aus den Lautsprechern erklangen Märsche und Volkslieder. Auf einem der wenigen Schilder stand: „Der Islam gehört ebenso wenig nach Deutschland, wie Merkel ins Kanzleramt“, was auch das inhaltliche Spektrum der Redner im Wesentlichen zusammenfasste: Betonung des deutschen Brauchtums, Ablehnung von Zuwanderung und Politikerschelte. „Diejenigen, die hier nicht hergehören, sollen schleunigst verschwinden“, forderte beispielsweise AfD-Landtagsabgeordneter Prof. Ralph Weber.


Die nächste Kundgebung hat die AfD für Anfang September in Stadtmitte angemeldet.