Auch wenn die Muttergesellschaft von AIDA Cruises am Wochenende mit dem Untergang der „Costa Concordia“ auf traurige Weise in die Schlagzeilen geriet, bei der in Rostock ansässigen Kreuzfahrtreederei herrscht keine Untergangsstimmung, im Gegenteil.
Das mit 5100 Beschäftigten größte Unternehmen Mecklenburg-Vorpommerns wächst weiter. Bis 2016 sollen weitere vier Schiffe die unter italienischer Flagge fahrende Flotte vergrößern. Jede Indienststellung soll 800 weitere Arbeitsplätze an Bord und 50 an Land mit sich bringen.
„Das hat Auswirkungen auf die Hauptverwaltung in Rostock“, sagt AIDA-Finanzdirektor Mario Stier, der gestern bei der Ortsbeiratssitzung Mitte die Pläne für ein neues Bürogebäude auf der Silohalbinsel vorstellte.
Zusätzlich zu den bestehenden Gebäuden soll für 409 Mitarbeiter ein neuer Bürokomplex mit 11.700 qm Bruttogeschossfläche entstehen. Vorwiegend Büros, aber auch Konferenzräume, eine Cafeteria und eine Tiefgarage sind geplant.


Ein Gebäude, das die wohl bekannteste Stadtansicht Rostocks vom Gehlsdorfer Ufer aus verändern wird. „Es soll etwas Schönes sein. Wir wollen gern für die Stadt ein Highlight setzen“, betont Mario Stier. Ein Szenario wie bei der umstrittenen Gestaltung der Holzhalbinsel möchte er vermeiden. „Wir wollen, dass alle Bürger zufrieden sind.“
Die äußerten auf der gestrigen Sitzung schon ihre Bedenken. So wird angezweifelt, ob das Bürohaus durch seine Gestaltung nicht zu sehr aus dem Ensemble mit den Silos herausfällt und ob das stark horizontal gelagerte Volumen sich auch mit der vertikalen Petrikirche verträgt und überhaupt zu einer hansestädtischen Profillinie passe.

Bereits vor zehn Tagen hat AIDA Cruises im Gebäude der Alten Post auf dem Neuen Markt ein neues Trainingszentrum eröffnet. Auf einer Fläche von 1.000 qm sind nicht nur Büros und Seminarräume untergebracht. Das Herzstück bildet ein Brückensimulator, mit dem AIDA Kapitäne, Offiziere und Studenten trainieren können, um so erfolgreich Hindernisse zu umschiffen.
Bilder 1, 3 und 4: AIDA Cruises