
Die 19-Jährige ist eine von etwa 3500 Erstsemestern, die in dieser Woche ihr Studium an der Universität Rostock aufnehmen. 300 Studenten mehr als im letzten Jahr.
Für sie hatte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk und der Studienberatung den Campustag organisiert. Ein Tag, der alle wichtigen Informationen zum Studienbeginn auf dem Ulmencampus bündelt. Über 3000 junge Leute tummelten sich am Vormittag auf dem Gelände zwischen dem modernen Audimax und dem historischen Kasernenkomplex.
Um 10 Uhr ging es los mit der Vorstellung einiger Einrichtungen der Universität und Studierendenschaft im größten Hörsaal. Der war so rappelvoll, dass viele auf eine spätere Wiederholung vertröstet werden mussten.
Großer Andrang herrschte auch an den über 70 Ständen. „Die Leute vom AStA haben mir schon sehr geholfen“, sagt Stefanie Asmus nach einem ihrer ersten Anlaufpunkte. In den Seminarräumen des Thünenhauses kann die Lehramtsstudentin bei ihren Fachschaften Mathematik, Germanistik und Anglistik erste Kontakte knüpfen. Universitätsbibliothek, Rechenzentrum und Studentenwerk bieten ebenfalls wesentliche Informationen für einen erfolgreichen Studienbeginn.

„Es ist schön hier. Ich kann mir gut vorstellen, hier zu studieren“, sagt Stefanie Asmus über ihren ersten Eindruck. Für die Berlinerin ist Rostock die dritte Wahl, nachdem es in ihrer Heimatstadt und Potsdam nicht geklappt hat.
65 Prozent der Bewerber an der Universität Rostock kommen mittlerweile nicht aus Mecklenburg-Vorpommern, erläutert Uni-Pressesprecher Dr. Ulrich Vetter. Vor allem der Anteil der westdeutschen Studienanfänger steige signifikant an. „Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Rostock eine interessante Universitätsstadt ist“, erklärt er die Entwicklung. Neben Leipzig zähle die Universität Rostock zu einer der beliebtesten Hochschulen Ostdeutschlands.

Doch bevor die Vorlesungen und Seminare in diesem Semester so richtig anfangen, war gestern Abend erst einmal feiern beim traditionellen Studentenbandfestival angesagt. Vier Studentenbands auf der Open-Air-Bühne und ein leiseres Kulturprogramm im Audimax sorgten für Unterhaltung bei den über 2500 Leuten, die sich noch bis zum späten Abend auf dem Ulmencampus aufhielten.
„Morgen geht es richtig los“, freut sich Stefanie Asmus auf die Einführungsveranstaltungen in dieser Woche. Am 15. Oktober findet dann in der St. Marienkirche die traditionelle Immatrikulationsfeier statt, auf der in diesem Jahr sogar eine Festrede des Bundespräsidenten Christian Wulff erwartet wird.