Neben der Ausstellungseröffnung mit Fotografien von Holger Blau gab es am Freitag ein weiteres sehr interessantes Thema im Staatlichen Amt für Umwelt und Natur (StAUN) Rostock.
Es ging um den Hochwasserschutz an der Ostsee und um die Dünen. Um Sicherheit auch bei extremen Sturmfluten zu gewährleisten, werden mehr als 100 Kilometer der Küste Mecklenburg-Vorpommerns durch Dünen geschützt. Anders als Deiche sind Dünen jedoch bei Hochwasser beweglich und es finden ständig Umlagerungen statt. Um Aufschluss über den Zustand der Dünen zu erhalten und bei Durchbruchsgefährdung schnell reagieren zu können, wurde nun ein teilautomatisiertes Dünenkataster entwickelt.

„Mithilfe eines Computerprogramms kann jetzt auf die ursprüngliche Düne, welche dem geforderten Soll-Zustand entspricht, der aktuelle Ist-Zustand wie eine Schablone gelegt werden. Auf diese Weise wird sofort erkennbar, wo es welche Veränderungen gegeben hat und wo eventuell eingegriffen werden muss,“ beschreibt Hans-Joachim Meier, Leiter des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur Rostock (StAUN) das Prinzip des neuen Werkzeugs für die Umweltverwaltung im Land.


Die Erfordernisse einer Düne für den Küstenschutz sind nicht überall gleich, sondern standortabhängig. Entscheidend sei der Dünenfuß. Mit 30 bzw.35 Metern sei die Breite der Dünen hier jedoch ausreichend, beruhigt der Chef des StAUN Rostock.
Für den Naturschutz gelten jedoch andere Maßstäbe. Um den auf Dünen lebenden Tieren und Pflanzen ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, werden hier höhere Werte angesetzt.