

Besagte Heilungschancen dürften sich durch die Anschaffung des neuen Hubschraubers in Notfällen deutlich verbessert haben. Es handelt sich dabei um einen Eurocopter AS 365 N (Dauphin II) der Leistungsklasse 1, nach den Betriebsvorschriften für den Verkehr mit Helikoptern.
Betrieben wird der Hubschrauber durch die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. Kooperationspartner sind die Rotorflug GmbH und das Klinikum Südstadt. Diese Kooperation besteht bereits seit 17 Jahren mit einem bis heute unveränderten Team von Notärzten, Piloten und Rettungsassistenten.
Das neue Modell, das bereits seit April im Einsatz ist, ersetzt nun das Vorgängermodell nach 4.300 geflogenen Einsätzen. Der Helikopter kommt auf eine Fluggeschwindigkeit von 300 km/h, bei einer Reichweite von etwa 1.000 km pro Tankfüllung. Damit ist nicht nur ein Einsatz in Deutschland, sondern auch im benachbarten Ausland möglich. Ganz Mecklenburg-Vorpommern kann so innerhalb von 40 Minuten erreicht werden, Stralsund beispielsweise in 19 Minuten, und selbst München kann in weniger als drei Stunden angeflogen werden. Der Hubschrauber ist bei Bedarf zudem rund um die Uhr im Einsatz.

Der Vierblattrotor gewährleistet zudem einen besonders schwingungsarmen Flug.


Dr. Baetgen, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der in Mecklenburg-Vorpommern tätigen Notärzte e.V., sprach von einem „beeindruckenden Instrument moderner Intensivtransporte“. Und auch der ärztliche Direktor des Klinikums Südstadt, Professor Dr. Ludwig, bezeichnete den Helikopter als eine einmalige Möglichkeit zur Verlegung Intensivkranker Erwachsener und Kinder. Dies wird auch durch die zunehmende Spezialisierung von Kliniken immer wichtiger.
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung konnten die geladenen Gäste und Schaulustigen noch einen Blick in den Helikopter werfen, sich mit der Besatzung unterhalten oder sich am Buffet stärken. Bleibt nur noch, der Besatzung um Pilot Uwe Kunze viel Erfolg für die zukünftigen Rettungseinsätze zu wünschen.