Die Fährlinie Rostock-Gedser wird zur europäischen Meeresautobahn („Motorway of the Sea“). Werner Kuhn (CDU), Europaabgeordneter Mecklenburg-Vorpommerns und Mitglied des europäischen Transportausschusses, informierte gestern über die Entscheidung der Europäischen Kommission.
18 Projekte hatten sich um die Aufnahme ins Kernnetz der vorrangigen transeuropäischen Verkehrsachse beworben, nur acht davon mit Erfolg. 122 Millionen Euro sollen insgesamt in den Ausbau der Häfen in Rostock und Gedser investiert werden. Davon stellt die Europäische Union 24,5 Millionen aus dem Fonds der vorrangigen europäischen Verkehrsstraßen bereit.

Auf dänischer Seite ist zusätzlich der Bau einer Umgehungsstraße zur Anbindung des Hinterlandes geplant. Der Ausbau des Rostocker ‚Hinterlands‘ ist bisher noch nicht beschlossen.
Zwischen Berlin und Rostock klafft auf der Transeuropäischen Verkehrsroute 1 (TEN 1) weiterhin eine große Lücke. Ob diese geschlossen wird, entscheidet die EU 2011. Damit wäre der auch als SCANDRIA bezeichnete Korridor von Skandinavien bis an die Adria komplett. Dass das Bundesverkehrsministerium die Aufnahme der Strecke ins transeuropäische Verkehrsnetz beantragt, gilt als wahrscheinlich.
