Amateur- und Profimusiker machen Straßenmusik zum internationalen Tag der selbst gemachten Musik
Die Klasse 2d der Grundschule Juri Gagarin macht auf dem Uniplatz den Anfang bei der Fête de la Musique
Musikalisch und mit einem Traumwetter beginnt der Sommer 2012. Im Schein der Sonne zog es heute gut 300 Amateur- und Profimusiker auf die Straßen der Rostocker Innenstadt zur Fête de la Musique. An 16 Orten brachten sie mit ihrem Gesang und ihren Instrumenten die Stadt zum Klingen.
Fête de la Musique am BrinkEine Tradition, die aus Frankreich stammt und mittlerweile jedes Jahr zum meteorologischen Sommeranfang am 21. Juni auch in vielen andern Ländern gefeiert wird. Organisiert vom Institut franco-allemand de Rostock ist das Straßenmusikfest zum internationalen Tag der selbst gemachten Musik auch in unserer Hansestadt angekommen. 2009 hatte es Premiere.
Mit französischen Liedern machten die Schüler der Klasse 2d der Grundschule „Juri Gagarin“ in der Südstadt um 13 Uhr auf dem Universitätsplatz den Anfang und beeindruckten nicht nur mit ihrem musikalischem Talent, sondern auch mit ihren Sprachkenntnissen.
Bis in die späten Abendstunden präsentierten sich Chöre, Bands, Solisten und DJs in mehr als 70 Konzerten. Darunter Auftrittserfahrene, wie die Sänger des Volkstheaters oder die Studenten der Hochschule für Musik und Theater (HMT), aber auch Neulinge, die sich zum ersten Mal einem Publikum vorstellten.
Im Rathaus tanzen Lucio, Maxi und Benjamin bei der Fête la MusiqueSo hatten die drei selbstbewussten Viertklässler Lucio, Maxi und Benjamin für ihren Auftritt in der Rathaushalle innerhalb von drei Tagen Culcha Candelas Hit „Monsta“ im Vollplayback einstudiert und ein bisschen drüber gesungen. Auch wenn sie damit noch nicht ganz ans Original heranreichten - der Song machte ihnen sichtlich Spaß und die coolen Gesten hatten sie auch schon drauf.
Die sechzehnjährige Sophia Antonioli braucht sich hingegen nicht auf ein Playback zu verlassen. Sie kann wunderschön singen und weiß eine gut ausgebildete Band um sich. Six o’Clock nennen sich die sechs Schüler des Konservatoriums, die bereits seit vier Jahren in wechselnder Besetzung akustische Popmusik machen. „Musik ist mir sehr wichtig. Für mich ist Singen wie Sprechen. Es ist schön, miteinander zu musizieren. Wir haben hier mitgemacht, weil wir andere mit unserer Musik glücklich machen wollen“, sagt die Sängerin nach ihrem Auftritt auf dem Neuen Markt.
So ähnlich mögen es auch die anderen Musiker sehen, die sich bei der Fête de la Musique kostenfrei präsentierten. Mit klassischer Musik, Volksliedern, Jazz, Rock- und Popmusik erfüllten sie die Straßen am längsten Tag des Jahres. Ab 22 Uhr kehrte dann wieder Ruhe ein. Wer dann noch nicht genug hatte, konnte in einem der teilnehmenden Clubs weiterfeiern.
Ska, Punk und Reggae von Antispielismus am Brink
Jazz vom Duo Lom in der Likörfabrik
Bühne am Neuen Markt
Five Aces auf dem Neuen Markt
Sommergartenidylle im Heumond mit Mary Go Round
Jazzsängerin Jacqueline Boulanger mit ihren Schülerinnen als Jacquettes
Schurschn mit unkonventioneller und spontaner Verstärkung einer Unbekannten an den Drums vor dem Musikkontor in der Langen Straße
Bühne am Neuen Markt bei der Fête de la Musique
No Yazz auf dem Uniplatz
Mehr als 20 Minuten wartete das Publikum auf Odessa