
Neben einer gefühlten Rekordbesucherzahl war es dieses Mal auch auf der Bühne so voll wie noch nie. Doch worum geht es eigentlich bei „Frauen lesen ander(e)s“? Jedes Jahr zum Internationalen Frauentag lädt das Team der anderen buchhandlung Frauen der Universität Rostock ein, um Bücher vorzustellen, die für sie besonders sind. Den Universitätsmitarbeiten steht es dabei frei, was sie vorstellen und wie genau sie es machen.
In diesem Jahr dabei waren Viola von Oeynhausen (Institut für Physik), Petra Maier (Mitarbeiterin im Bereich Landwirtschaftliche Betriebslehre und Management), Heidi Reinholz (Institut für Physik und kommissarische Gleichstellungsbeauftragte der Uni), Petra Schulz (Theologische Fakultät), Katja Koch (Institut für Sonderpädagogik), Annette Meier (Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Gleichstellungsbeauftragten), Carina Hojenski (Projektmitarbeiterin „Karrierewege für Frauen in Wissenschaft und Wirtschaft MV“) und Gabi Linke (Institut für Anglistik/Amerikanistik).
Außerdem war Lydia Kraus von der HMT am Klavier für die musikalische Gestaltung des Abends zuständig.

Man kann also nicht sagen, dass die Vorstellenden nur Frauenliteratur oder spezielle Texte zum Frauentag ausgewählt haben und das kam auch in ihren Begründungen durch. Viola von Oeynhausen wählte „Das lässt sich ändern“ weil es für sie „Wellness für die Seele war.“ Heidi Reinholz beeindruckte an Bernhard Schlinks „Sommerlügen“, dass die Geschichten so aus dem Leben gegriffen sein und Annette Meier wählte die autobiographischen Briefe von Sebastian Schlösser an seinen Sohn („Lieber Matz“), weil dieses Buch „ein Plädoyer für Ehrlichkeit im Umgang mit Kindern“ sei.



So gebe es zwar Statistiken zum unterschiedlichen Leseverhalten, jedoch fiele es ihr durch die Erfahrungen im Laden schwer, die Statistiken komplett zu glauben. „Auf jeden Fall bin ich sehr zufrieden und freue mich auf das nächste Jahr.“ Auch da seien Männer wieder eingeladen, jedoch vermutet die Buchhändlerin, dass sie sich unter so vielen Frauen unwohl fühlen könnten. „Für die Damen geht es nicht nur um die Bücher. Es ist auch eine Gruppenveranstaltung, das haben wir auch an den Vorbestellungen gemerkt, da dort häufig gleich mehrere Karten reserviert wurden.
Für die nächsten Monate sollte also erst einmal wieder für Lesestoff gesorgt sein. Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann in der andere buchhandlung vorbeischauen und sich die Bücher dort noch einmal persönlich zeigen lassen.