„Wir brauchen drei Punkte, ganz einfach“, erklärt Hansa-Trainer Wolfgang Wolf vor dem entscheidenden Auswärtsspiel gegen Union Berlin. Vier Punkte trennen Hansa Rostock am vorletzten Spieltag der Saison vom Relegationsplatz. Diesen hat der Karlsruher SC inne, der zeitgleich bei Tabellenschlusslicht Alemannia Aachen zu Gast ist.
Sollten die Karlsruher siegen, wäre der Abstieg von Hansa besiegelt, unabhängig vom Ausgang des eigenen Spiels. „Wenn Karlsruhe nach zehn Minuten führt, werden wir das Spiel abbrechen und hören auf“, scherzt Wolf, der sich keine Zwischenstände sagen und sich nicht vom Spiel des KSC beeinflussen lassen möchte.

„Kompakter auftreten und nicht so schnell die Ordnung verlieren“, lautet die Devise für die letzte Auswärtspartie. „Wir müssen das Spiel anders angehen als die letzten Spiele“, stellt Wolf klar. Nach einem Tor habe die Mannschaft zu schnell die Ordnung verloren, sich auskontern lassen und so die Punkte verloren. „Wir müssen jetzt hier viel länger die null stehen haben“, so seine Vorgabe für Berlin, um dann gegen Ende das Spiel zu drehen.
Verzichten muss der Hansa-Trainer dabei heute auf Kevin Pannewitz (Grippe), für ihn dürfte Stephan Gusche in die Innenverteidigung rücken. Auch Edisson Jordanov fällt verletzt aus. Offensiv denkt Wolfgang Wolf über einen Einsatz von Tino Semmer in der Startelf nach. Semmer habe sich von Training zu Training gesteigert, sich über die zweite Mannschaft angeboten und auch im Spiel gegen St. Pauli gute Ansätze gezeigt.

Bälle vorne zu halten, Kopfbälle zu gewinnen, sich an die Taktik zu halten und als Mittelstürmer vor dem Tor und nicht auf den Außenbahnen zu agieren - all das vermisse Wolf momentan bei Borg. Einen Elfer zu verwandeln und Publikumsliebling zu sein, genüge nicht für die Startelf, so der Coach.
18.433 Zuschauer werden heute die Begegnung im ausverkauften Stadion an der Alten Försterei verfolgen, darunter etwa 1.600 Hansa-Anhänger – Anpfiff ist um 13:30 Uhr.