

Für dieses Projekt haben sich die Studenten zu kleinen Gruppen zusammengeschlossen und gemeinsam ohne Mitwirkung der Hochschullehrer Theaterstücke erarbeitet. Zur Würdigung dieser Arbeit fand heute nun die Preisverleihung und Preisträgervorstellung im Katharinensaal der HMT statt.
Die Begrüßung und Durchführung der öffentlichen Preisverleihung wurde von Rektor Prof. Christfried Göckeritz, Prorektor Prof. Peter Manfred Wolf
Den 1. Preis des HMT-Interdisziplinär 2010 erhielt das Stück „Oder: wenn die Kinder artig sind“ von Philip Heimke, Anna Keil, Anne-Elise Minetti und Michael Zehe. Ein 2. Platz wurde nicht vergeben, dafür teilen sich die Stücke „Where the wild Roses grow“ und „Sieg über die Sonne“ den 3. Preis. Ein Couragepreis für ein weiteres Theaterstück sowie ein Sonderpreis als Anerkennung für die künstlerische Mitwirkung der Auszubildenden der Bühnentechnik wurde ebenfalls verliehen.


Das Theaterstück erzählt von futuristischen Kraftmenschen, die die Sonne bekämpfen und sie schließlich in ein „Haus aus Beton“ einschließen. Aktueller Hintergrund dazu ist die wissenschaftliche Überlegung, einen Teil des Sonnenlichts zu blockieren und so der Erderwärmung entgegen zu wirken. Mit knappen Kostümen und einfallsreichen Dialogen ist diese Inszenierung sichtlich gelungen.
Bevor das Siegerprojekt ebenfalls aufgeführt werden kann, wird erstmal zur halbstündigen Umbaupause aufgerufen. Während fleißige Helfer also am Bühnenbild arbeiten, wird dem Zuschauer ein interessanter Blick hinter die Kulissen des Theaters gewährt. „Heute kann man richtig mal rein gucken, wie die Illusion organisiert wird“, sagt Rektor Prof. Christfried Göckeritz im Hinblick auf das Geschehen.
Nachdem also eine halbe Stunde lang auf der Bühne umgeräumt, geschraubt, getaped und das Licht verändert wurde, hat das Warten endlich ein Ende und die Aufführung des Stückes für den 1. Preis steht bevor. Gleich zu Beginn werden die Zuschauer im Prolog nach direkter Schauspielermanier gewarnt: „Die mit schwachen Nerven mögen den Saal verlassen“.

Die Geschichte vom Suppen-Kaspar wird erzählt, von Hans Guck-in-die-Luft, von Paulinchen mit den Zündhölzern, vom fliegenden Roland und noch einigen anderen bekannten Gesichtern. Besonders erschreckend wurde die Szene dargestellt, als der daumenlutschende Konrad vom Schneider erwischt wird und dieser mit einer gewaltigen Schere in der Tür steht. Insgesamt ist es eine sehr gelungene Aufführung, die zweifellos die Auszeichnung des 1. Preises verdient hat.