
Der Brunnen befindet sich im Stadtteil Brinckmansdorf an der Tessiner Straße. Doch dies ist bereits sein dritter Standort. Ursprünglich stand er auf dem Vögenteichplatz, 1935 wurde er umgesetzt, 1969 abgebaut und 1974 am Weißen Kreuz wieder aufgebaut.
Paul Wallat, Bildhauer und Maler, hatte den Brunnen 1914 fertiggestellt. Die Mosaiken bringen Szenen aus dem literarischen Werk des niederdeutschen Dichters John Brinckman zur Darstellung. Der in Rostock geborene Schriftsteller schrieb seit 1854 niederdeutsche Gedichte und Erzählungen. Sein wohl bekanntestes Werk ist „Kasper Ohm un ick“, das Erinnerungen aus Brinckmans Kindheit aufgreift.

Dr. Liane Melzer nutzte diese Gelegenheit, um der Jahresköste der Kaufmannschaft in Rostock für ihre Spende von 6.000 € zur Sanierung der Mosaiken und Reliefs des Brunnens zu danken. Wolfram Vormelker gab dann Auskunft über die von ihm durchgeführten Maßnahmen. So wäre der gesamte Brunnen von der Vermoosung und dem Befall mit Algen und Flechten befreit worden. Überdies habe man die Mosaiken, an denen sich bereits Steinchen gelöst hatten, gereinigt und einzelne Steinchen neu befestigt. Er erklärte auch, dass der Brunnen unsachgemäß an diesem Standort wiedererrichtet worden sei. Mängel, die auf diesen Umstand zurückzuführen sind, seien ebenfalls behoben worden.

Prof. Dr. Ingo Richter „vertellte“ dann noch eine kleine Geschichte „up platt“ aus dem Werk „Kasper Ohm un ick“ von John Brinckman. Diese verstanden allerdings nicht alle Anwesenden – Platt snacken un verstahn kommt halt leider doch mehr und mehr aus der Mode.
