
Die Direktorin nahm den Fördermittelbescheid in der Radiologie-Station entgegen und gab ihn gleich an Stationsleiter Klaus-Rainer Bogun weiter. Der Oberarzt arbeitet bereits seit einiger Zeit mit dem neuen MRT. Da das Gerät selbst gerade nicht in Benutzung war, konnte es von der Ministerin in Augenschein genommen werden.
Bei einem anschließenden Rundgang durch verschiedene Bereiche des Klinikums sollte Schwesig noch mit weiteren Problemfeldern vertraut gemacht werden, die der Förderung des Landes bedürfen. Im Zentrum steht dabei die Erweiterung des Krankenhauses, die bereits in Planung ist. „Im Jahr 2010 hatte das Krankenhaus 2 Millionen Euro Jahresüberschuss“, so Fieber. Dieses Geld soll nun in das Bauvorhaben fließen. Jedoch benötigten sie, laut der Direktorin, noch mehr finanzielle Unterstützung dafür.
Auch Kaja Ludwig, ärztlicher Direktor, plädiert für eine Erweiterung. „Von Ludwigslust bis Usedom werden Patienten zu uns geschickt, da wir hier bessere Möglichkeiten als viele kleine Krankenhäuser haben.“ Die Klinik ist daher stets ausgelastet und musste die Liegezeiten pro Patient verkürzen, weil die Raumkapazitäten ausgeschöpft sind.
Täglich werden im Klinikum Südstadt 35 bis 40 Patienten operiert. Der Aufwachraum der Intensivstation enthält allerdings nur 12 Betten. „Im normalen Betrieb ist das gerade ausreichend. Wenn jedoch mehrere Schwerstverletzte gleichzeitig eingeliefert werden, wird es schon eng“, so Stationsleiter Klaus Wagner. Bis das große Bauvorhaben realisiert ist, soll ein kleiner Anbau Platz schaffen. Dort soll die Intensivstation mit der Intermediate Care-Station – eine „Intensivüberwachungspflege“ für Schwerkranke – eine eigene Etage bilden. Kürzere Wege und personalübergreifendes Arbeiten sind nur zwei Vorteile der Interimslösung.

„Wir warten noch auf eine Rechtsformänderung, die dem Krankenhaus mehr Flexibilität und Eigenständigkeit zugesteht“, so Scholze. Das Südstadtklinikum ist kommunal und daher der Hansestadt Rostock untergeordnet. Außerdem forderte Schwesig eine bessere Zusammenarbeit des Krankenhauses mit dem Universitätsklinikum. „Es soll keine Konkurrenz herrschen, sondern die beiden Kliniken sollten sich ergänzen. Nur dann ist Rostock als Gesundheitsstandort gut aufgestellt.“ Laut ärztlichem Direktor sei das Verhältnis „trotz einiger Reibungspunkte“ hingegen schon immer kollegial.
