

Neugierig sind die Besucher des Martinsmarktes auch auf die über 40 anderen Stände in der mittelalterlichen Hallenkirche. Holz, Keramik, Textilien, Papier – aus vielen Materialien haben Kunsthandwerker aus dem Norden Deutschlands mit viel Fantasie und liebevoller Handarbeit dekorative und nützliche Dinge für den Alltag und zum Verschenken angefertigt.

Die hier auf dem Martinsmarkt ausgestellten Motive - Tannen, Sterne, Engel und Glocken - stimmen, wie auch viele Dekorationsobjekte anderer Kunsthandwerker, schon jetzt auf die Weihnachtszeit ein.
Wer an den üppig ausgestatteten Tischen vorbeischlendert, kann eine Sinnesanregung nach der anderen erleben. Die Nase wird besonders durch die Seifen von Dagmar Böhne angesprochen. Auf der Basis von pflanzlichen Ölen kombiniert sie ausgewählte Früchte, Kräuter und Blüten ohne Konservierungsstoffe und künstliche Zusatzstoffe zu aromatischen Badekugeln und Handseifen. Außerdem versprechen sie „ein ganz anderes Hautgefühl“ – so zumindest werden einem interessierten Käufer, der bisher auf Kernseife schwor, die bunten Seifen schmackhaft gemacht.
Auf den Geschmack bringt auch Olaf Köller seine Kunden. Naturbelassen sind seine Produkte ebenfalls, die er in seiner Manufaktur im brandenburgischen Templin herstellt. Mit 18 Sorten Schokolade, 17 Pralinensorten, 12 verschiedenen Marmeladen und sechs Likören sorgt er bei den Besuchern des Martinsmarktes für Gaumenfreuden.

Eine Pralinensorte mit cremiger Füllung aus Rosenblüten- und Himbeermus in dunkler Kuvertüre, nach einem aufwendigen französischen Rezept hergestellt, erfreut sich besonderer Beliebtheit. „Das ist doch toll, was da alles drin ist“, ruft eine Besucherin begeistert angesichts der vielen unterschiedlichen Zutaten. Mit Krokant, chinesischen Gojibeeren, Chili, Rosa Pfeffer, Macadamia, Haselnüssen, Zimt oder Nugat, ja selbst mit Goldstaub wurden die Tafeln verfeinert. Schokolade mit Gourmetsalzen aus Hawaii und Australien? „Man kann sich nicht vorstellen, dass Schokolade mit Salz gut schmeckt“, sagt eine weitere Besucherin etwas ungläubig, als sie einen Schokoladentaler probiert.
Wer jetzt selbst einmal probieren möchte oder auf der Suche nach originellen Geschenken ist, kann den Martinsmarkt in der Nikolaikirche noch morgen sowie am Samstag jeweils von 10 bis 18 Uhr besuchen.