„Leute, macht euch hübsch und wartet nicht auf einen besonderen Anlass“ – mit diesen ermunternden Worten begrüßte Frieda von de Kyrschen gestern die Besucher ihrer Vernissage.
Viele Interessierte hatten sich in der Produzentengalerie Artquarium eingefunden, als die Mode-Designerin ihre erste Kollektion mit ihrem Label Stadtkleider einmal völlig anders präsentierte, nämlich in einer fotografischen Inszenierung durch die Fotodesignerin Silke Paustian.
Am liebsten arbeitet Frieda von de Kyrschen mit Cord. Ihre Kleider entstanden vor circa einem Jahr. Sie wollte dabei „in der Nichtlösbarkeit etwas Lösbares finden“. Angefangen hatte alles mit dem Entwerfen von Schmuck, bis sie schließlich einen Nähkurs besuchte. Alles Weitere eignete sich die Rostocker Modedesignerin dann autodidaktisch an – mit großem Erfolg, wie die Ausstellungseröffnung bewies.


Frieda von de Kyrschen freute es besonders, dass zwei Kundinnen von ihr erschienen waren und Kleider aus ihrer Kollektion trugen. Sie setzen bereits das um, was sich die Modedesignerin wünscht: Die Straße sollte unser Laufsteg sein.
Fast wäre sie das auch für die zehnjährige Greta geworden. Begeistert zeigte sie mir ihr Lieblingsstück unter den ausgestellten Kleidern – ein weinrotes Cordkleid mit sechs Knöpfen und geraffter Bordüre. Doch leider, fügte sie hinzu, sei es ihr ein wenig zu weit.

Darüber hinaus kann man im Artquarium Schmuck von Anna Silberstein, Keramiken von Celine Krüger und Porzellan von Sandra Schmedemann bewundern und erwerben.
Die Öffnungszeiten sind: Dienstag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr und Samstag von 12 bis 14 Uhr.