Ein rollendes Museum bewegte sich gestern auf unsere Hansestadt zu. Es war die Oldtimer-Rallye „2000 km durch Deutschland“, die Station in Rostock machte. Etwa 1100 Kilometer hatten die 50 Oldtimer schon hinter sich gebracht. Halbzeit! Da hatten sich die Veteranen der Automobilgeschichte einen Tag Pause verdient. Trotzdem wollten viele Fahrer den Motor ihrer betagten Fahrzeuge auch heute nicht auslassen und begaben sich auf eine Tour zum Darß.

Sie sind mit ihrem Hanomag Sturm Gläser Cabriolet (Baujahr 1939) aus Wien angereist, um an der etwa 2200 Kilometer langen Rundreise teilzunehmen.

Die Teilnehmer von „2000 km durch Deutschland“ kommen aber nicht nur aus den deutschen Bundesländern und Österreich, sondern aus der ganzen Welt. Den weitesten Anreiseweg dürften wohl die Starter aus New York und Shanghai hinter sich haben. Aber auch einige Schweizer und Niederländer sind mit ihren Oldtimern dabei.

Der Mix aus alt und neu warf folglich auch bei den Schaulustigen Fragen auf, die am Morgen vor der Abfahrt die Gelegenheit zum Fachsimpeln auf dem Parkplatz der Yachthafenresidenz Hohe Düne nutzten. „Ist das richtiges Blech oder Kunststoff?“, wollte beispielsweise ein interessierter Oldtimer-Fan über die Beschaffenheit der Karosserie wissen und erfuhr so, dass es sich doch um „richtiges Aluminium“ handelt.


Vor allem die hohen Temperaturen machten den Oldtimern zu schaffen. „Das Öl wird heißer und dünnflüssiger. Auch die Lüfter werden stärker strapaziert“, fasst Lars Döhmann vom Organisationsteam die Schwierigkeiten zusammen. Aber für eventuelle Ausfälle war natürlich vorgesorgt. Ein Pannendienst kümmerte sich um den technisch reibungslosen Ablauf der Rallye und reparierte die defekten Fahrzeuge im Notfall gleich am Straßenrand oder über Nacht.
Na dann können die Oldtimer ja ganz entspannt die nächste Etappe angehen. Ziel ist morgen Potsdam.