„Ich esse gern Fleisch. Das schmeckt mir besonders gut“, sagt ein Mann heute Nachmittag freundlich aber bestimmt auf dem Uni-Platz. Wie auch andere Passanten sah er sich bemüßigt, über seinen Fleischkonsum nachzudenken. Auslöser waren die Fleischschalen, die die Tierrechtsorganisation PETA im Triangel zu einem Hotdog-Stand und mehreren Fast-Food-Restaurants aufgestellt hatte. Neugierig näherten sich die Schaulustigen - teilweise mit Salamipizza, Burger oder Würstchen in der Hand - den beiden weißen Styroporschalen. Unter der Frischhaltefolie lagen jedoch keine Rindersteaks oder Schweinschnitzel, sondern zwei junge PETA-Aktivistinnen in Bikini bekleidet und mit Blutimitat beschmiert - frisches, abgepacktes Menschenfleisch eben.
„Mit diesem krassen Bild wollen wir eine Kontroverse erzeugen. Bei der Vorstellung, dass es Hunde-, Katzen- oder eben auch Menschenfleisch im Supermarkt geben würde, wären die Menschen auch zutiefst schockiert. Wir sagen, der Konsum des Fleisches anderer Tiere sollte uns genauso abschrecken“, erklärt Aktionskoordinator Patrique-Robert Noetzel rechtzeitig zum Beginn der Grillsaison.