
„Das Hauptaugenmerk heute Morgen liegt auf § 21 der Straßenverkehrsordnung“, also der Verwendung von Kindersitzen bei Kindern mit einer Körpergröße unter 150 Zentimetern, erklärt Polizeihauptmeisterin und Präventionsberaterin Kerstin Lange. Zusammen mit drei Kollegen unterstützt sie die Kinder in der Kontroll- und Aufklärungsarbeit vor der Schule. „Wenn die Kinder die Erwachsenen belehren, fruchtet das vielleicht mehr, als wenn die Polizei das immer wieder sagt“, hofft sie.
Kinder und Polizeibeamte teilen sich in kleine Gruppen und postieren sich an den kritischen Stellen rund um die Schule. Es dauert nicht lange, da kommt schon das erste Auto. Die Schüler Marc und Tim (beide 11) gehen mit Polizeiobermeisterin Nicole Engel zielsicher auf das Fahrzeug zu. Als die Eltern aussteigen und die Polizistin sehen, reagieren sie zunächst etwas erschrocken. „Wir waren das nicht!“, ruft die Mutti. Doch die Situation entspannt sich schnell, als die Schüler sich und die Aktion vorstellen. Der Vater zeigt ihnen den Kindersitz und erklärt kurz die Notwendigkeit für die Sicherheit. Weil alles optimal ist, bekommt er von den Schülern ein kleines Geschenk: ein grünes Band mit einem Ampelmännchen-Anhänger aus Papier. Er freut sich und winkt zum Abschied.
Auch bei den nächsten Fahrzeugen gibt es nichts zu beanstanden. Die meisten Eltern reagieren zurückhaltend auf die uniformierten Beamten. Nachdem die Polizistin die Situation freundlich erklärt hat, entspannen sie jedoch und freuen sich über die kleinen Belohnungen für korrektes Verhalten.

Im Anschluss an die Aktion gibt es eine Auswertung in der Schule. Im Foyer werden alle Schüler versammelt und die Präventionsbeamten Kerstin Lange und Jörg Matthies erklären den Schülern kindgerecht und geduldig, wie wichtig es ist, im Auto angeschnallt zu sein. Dann holen sie die Kinder, die an der Aktion beteiligt waren, nach vorne und lassen sie von ihren Erlebnissen mit der Polizei erzählen.

Die Verkehrskontrolle an der Kinderkunstakademie hat gezeigt, dass viele Eltern Wert auf die Sicherheit ihrer Kinder im Auto legen, aber auch, dass es immer noch Defizite bei der Parkplatzsituation vor der Schule gibt.