Als Unterkunft für mein zweites Rostock-Wochenende sollte wieder einmal ein Luxushotel herhalten – wenn schon Urlaub dann richtig, oder? Beim letzten Mal verschlug es mich ins Yachthafenresidenz-Hotel Warnemünde an der Ostsee. Keine schlechte Wahl – doch diesmal sollte es etwas Zentrales sein. Immerhin bin ich jung und will etwas erleben!
Das wunderbar gelegene Radisson Blu (früher Radisson SAS) am Kröpeliner Tor direkt in der Rostocker Innenstadt bot sich für meine Zwecke hervorragend an. Ich wollte doch schon immer einmal ins Kröpeliner Tor Center! Wenn’s dann doch ein bisschen mehr Kultur sein soll, kann ich ja auch zum Stadthafen oder ins Volkstheater laufen – dank zentraler Lage alles gut erreichbar.

Das wurde mir gleich bei meiner Ankunft bewusst. Beginnt doch direkt am Hotel der Rostocker Weihnachtsmarkt. Mit mehr als 3 km Länge übrigens „der Größte im Norden“. Nach einem Blick aus dem Hotelfenster stand mein Abendprogramm somit fest.

Gleich bei der Ankunft bietet sich mir ein schönes Bild: der Marmorboden des Foyers ist auf Hochglanz poliert und ein großer Weihnachtsbaum schmückt die gemütliche Lobbysitzecke.
Schnell bin ich auf meinem Zimmer, das mit Safe, Minibar, Klimaanlage, Hosenglätter (ja, auch das gibt es!) und Fernseher sowie einem stylishen Designer-Sessel ausgestattet ist. Kostenloser Internetzugang per W-LAN gehört beim Radisson Blue selbstverständlich auch dazu. 
Am liebsten würde ich schon jetzt ins riesige Doppelbett hüpfen. Doch halt! Wenn man schon mal hier ist sollte man in die Sauna gehen, die im nicht ganz niedrigen Übernachtungspreis mit inbegriffen ist. In der obersten Etage befinden sich eine Finnische Sauna, ein Dampfbad, ein Sanarium, Massage- und Maniküreräume sowie ein Fitnessraum mit diversen Geräten.

Das Bett ist ein Traum und kaum bin ich in die Decken und Kissen eingemummelt, träume ich auch schon von fliegenden Würstchen zum Frühstück.

Es gibt Schokomuffins, knusprige Minicroissants, frische Körnerbrötchen und sogar Vollkorn-Dinkel-Brot. Wer warmes Rührei mit Schnittlauch, Käse oder Gemüse mag, kann sich dies nach seinen persönlichen Wünschen zubereiten lassen. Was für ein Service!
Selbstverständlich wird auch Fisch angeboten, schließlich sind wir in Rostock – und außerdem kostet das Buffet ganze 19 Euro!

Aber besonders? Nein, das ist es nicht. Es gibt nichts, was das Hotel wirklich von anderen unterscheidet. Irgendetwas fehlt. Irgendetwas, das dem Ganzen Charme verleiht.
Und sei es ein kleiner grüner Weihnachtsmann.