
Und lange Zeit gab es kein spezielles Angebot für die Matrosen, die ebenso alles dafür geben, dass die Segeltörns vor Warnemünde reibungslos ablaufen. Seit nun schon acht Jahren wird für die Matrosen der Großsegler und Marineschiffe deshalb ein Event veranstaltet, das inzwischen niemand mehr missen möchte. Im Rostocker Pilsener Cup treten die Besatzungen im Hallenfußball gegeneinander an und spielen, Sponsor sei dank, um mehrere Kästen des in der Hansestadt heimischen Gebräus.

Durchgeführt wird die Veranstaltung vom Verein „Eintracht Rostock”. Ursprünglich fand das Turnier im MAU Club statt. Aber die „Fiete-Reder-Halle” in Marienehe bietet wesentlich mehr Platz, so dass zwei Spiele parallel stattfinden und alle Mannschaften bequem untergebracht werden können.
Gerhardt Wendt, langjähriges Vorstandsmitglied, machte 2003 den Vorschlag, der beim Planungsbüro sofort Anklang fand. Deswegen ist er besonders stolz, dass sein „Baby” auch dieses Jahr wieder viele Mannschaften anlockt.

Drei der zehn Mannschaften rekrutieren sich aus dem in Hohe Düne vor Anker liegenden Nato-Verband, der Rest von verschiedenen Großseglern. Ein bunter Mix aus vielen Nationalitäten: Russen, Polen, Norweger, Engländer und Estländer nehmen teil. Mit russischen Fangesängen und englischen Anfeuerungen kommt internationale Atmosphäre auf, die Stimmung ist ausgelassen.
Auch der deutsche Tender Werra stellt eine Mannschaft, die dieses Mal aber leider nicht einen der vorderen Plätze erkämpfen konnte. Schon zum zweiten Mal haben die Matrosen der „Sedov” den Sieg errungen. Sie konnten bereits das erste Turnier vor acht Jahren für sich entschieden.

Noch während er spricht, sind diese fleißig dabei und drucken die Siegesurkunden aus. Einige der Mannschaften können es kaum erwarten, sich zu verabschieden, denn nach dem Turnier geht für viele der Mannschaften die Feier im Stadthafen weiter.