Gestern wurde auf dem Universitätsplatz der Tisch gedeckt. Die Rostocker Tafel wollte sich damit bei allen Förderern bedanken und auf ihre Arbeit aufmerksam machen.
Elf Vereine und Unternehmen hatten für den 2. Rostocker Tafeltag vielfältige Aktionen vorbereitet, „um ein Zeichen zu setzen gegen soziale Ausgrenzung und Armut“, sagte Professor Dr. Ralf Friedrich, Schirmherr der Rostocker Tafel.

Seit ihrer Gründung im Jahre 1996 sammelt die Tafel in Rostock qualitativ einwandfreie Lebensmittel, die sonst im Müll landen würden. Für einen symbolischen Preis von einem Euro werden diese an sozial Schwache und wirtschaftlich Benachteiligte verteilt.

Ungefähr 4000 Menschen werden auf diese Weise in Rostock mit Nahrungsmitteln versorgt. Berechtigt, das Angebot der Rostocker Tafel in Anspruch zu nehmen, sind alle Warnowpassinhaber.

Es handelt sich dabei um Produkte kurz vor Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums, die qualitativ noch einwandfrei sind, aber nicht mehr im Wirtschaftsprozess verwendet werden können. „Auf keinen Fall geben wir verdorbene Waren heraus. Die Hygiene passt auch darauf auf“, betont Uwe Rockel. Nach dem Sortieren werden die Lebensmittel schließlich in die Ausgabestellen gefahren. In Rostock gibt es zehn davon. Drei Mal täglich von Montag bis Freitag und zwei Mal samstags können sich dann Bedürftige Lebensmittel bei der Rostocker Tafel abholen.
Das jüngste Projekt des Vereins ist ein Frühstück für Schüler, welches an fünf Rostocker Schulen angeboten wird.
