
So lassen sich in den Hansestädten wie Rostock vielerorts, z. B. in alten Steintreppen, Versteinerungen entdecken. Die Steine, die dabei verbaut wurden, gelangten über Koggen in die Hansestädte und schon ist eine Verbindung zwischen Versteinerungen und Schifffahrtsmuseum hergestellt. Ganz so abwegig ist der Ort also nicht.

Angefangen beim Präkambrium, wusste Kalbe zu jedem Zeitalter Interessantes zu berichten und Beispiele für typische Versteinerungen aus jeder Epoche zu nennen.
So sind z. B. die für die Epoche des Unterjura vor allem im süddeutschen Raum populären Ammoniten im Ostseegebiet nur selten vorzufinden. Dafür lassen sich aus dieser Zeit versteinerte Fische entdecken, während aus dem Quartär Elefantenzähne vorliegen, die auf Mammuts zurückzuführen sind. Diese haben bis vor ca. 12.000 Jahren noch hier gelebt.
Zuletzt durfte ein Blick auf die heutigen Ostseestrände mit ihren Muscheln und ihrem Seegras natürlich nicht fehlen, schließlich handelt es sich dabei um die Versteinerungen von morgen. „Damit sind wir am Ende der Reise angekommen und am Anfang der Besichtigung der Ausstellung“, schloss Johannes Kalbe seine Präsentation.
Ausgestellt sind Fundstücke aus allen Erdzeitaltern vom Präkambrium bis heute, übersichtlich in Vitrinen sortiert, anhand der Epochen aus denen sie stammen. Die ältesten Fundstücke, die es auf ein Alter von stolzen 1,7 Milliarden Jahren bringen, gehören auch im weltweiten Vergleich zu den ältesten Gesteinen.

Einige hatten zudem selbst Fundstücke mitgebracht, die sie Kalbe und Büge zur Inspektion vorlegten.

Eröffnung verpasst? Kein Problem, denn für alle Fossiliensammler und Hobbypaläontologen wird die Ausstellung noch bis Jahresende geöffnet sein. Wer sich also ein wenig informieren möchte, um das nächste Mal einen potenziellen Fund nicht wieder auf den Boden zurückzulegen, der ist hier genau richtig. Alle anderen sind natürlich ebenfalls willkommen.