
„Für uns hat der Titel eine große Bedeutung. Ein halbes Jahr haben wir daraufhin trainiert“, sagt Frank Diedrichkeit. Das Team, das sich 2010 zusammengefunden hat und seit diesem Jahr der erste eingetragene Strandfußballverein der Region Rostock ist, sieht sich nun als deutscher Meister. Doch unstrittig ist der Titel nicht. Der Deutsche Fußball-Bund akzeptiere zwar den Sieg in der German Beach Soccer League, erläutert der Robbenkapitän, doch beanspruche den Titel Deutscher Meister für sich. Schon in zwei Wochen trägt der DFB ebenfalls am Warnemünder Strand den DFB-Beach-Soccer-Cup aus. Deshalb steht auf der Plakette des großen Pokals, der wieder in Rostock bleibt, „Meister German Beach Soccer League“. Mit einer Entscheidung, wer den Meistertitel nun exklusiv vergeben darf, rechnen die Strandfußballer noch in diesem Winter.
Heute hatte das Publikum auf der Tribüne am Nivea Active Beach jedoch die Gelegenheit bei den Spielen um die Plätze und natürlich ums große Finale mitzufiebern. Ein kleineres Spielfeld, strenge zeitliche Reglementierung bei Standards wie Einwürfen, Ecken, Strafstößen und Abwürfen machen Strandfußball noch schneller als die konventionelle Rasenvariante. Anders auch die Würdigung von Fallrückziehern, die für die Zuschauer besonders spektakulär sind, und die Spieldauer. Dreimal zwölf Minuten stehen die vier Feldspieler mit ihrem Torwart auf dem Sandplatz und versuchen sich gegen die gegnerische Mannschaft durchzusetzen.
Zehn Teams waren dafür nach Warnemünde gekommen. Bereits gestern wurde um den Einzug ins Finale gekämpft. Die Rostocker Robben gewannen knapp in der Verlängerung gegen den Tabellendritten Ibbenbürener BSC. Im Finale standen schließlich die Robben, die sich auf Platz zwei der Beach Soccer Tabelle befinden, dem Tabellenführer BST Chemnitz gegenüber. Am Ende siegten die Barfußballspieler aus Rostock klar mit 8:4, trotz eindrucksvoller Aufholjagd der Sachsen.