„Mit Kultur hat das gar nix zu tun!“ Mit diesem Satz eröffneten heute Autor Martin Gottschild und Musiker Sven van Thom die 27. Rostocker Kulturwoche und sorgten so bei den über 100 Gästen im Stadtpalast direkt für den ersten Lacher. Denn diese Worte soll eine Leipziger Besucherin der Actionlesung „Tiere streicheln Menschen“ gesagt haben, bevor sie die Veranstaltung aufgebracht verließ. Ob Kultur oder nicht, den Rostockern gefiel der Abend ausgesprochen gut und so wollte ohne Zugabe niemand nach Hause gehen.
Mit relativ wenig Action, dafür aber mit umso Humor gestalteten die beiden Berliner den Abend. Abwechselnd griffen sie zum Mikro und präsentierten ein breites Potpourri an Witzen, Songs und Kurzgeschichten. Die von der Berliner Schnauze Gottschild vorgetragenen Anekdoten und Texte handelten vor allem von Temperaturen, Kleidung und natürlich der Hauptstadt mit ihren unglaublich freundlichen Menschen.

Als zum Abschluss des Abends dann auch noch Dias gezeigt wurden, war die multimediale Vielfalt komplett und die 27. Rostocker Kulturwoche mehr als würdig gestartet. In den kommenden zwei Wochen darf nun gelacht, getanzt, getrommelt, gefeiert und natürlich ganz viel geklatscht werden. Dazu hat Projektleiter Daniel Karstädt wieder ein reichhaltiges Programm zusammengestellt.

Auch Marc-Uwe Kling konnte im Jahr 2007 den goldenen Koggenzieher gewinnen. Der Autor stellt nach einer erfolgreichen Lesung im Ursprung in diesem Jahr seine „Känguru-Offenbarung“ im Audimax der Universität vor, doch leider sind alle 500 Karten schon ausverkauft.
Für Veranstalter Daniel Karstädt ist das Percussionlabor das ganz große Highlight. Fünf Trommel- und Rhythmusgruppen haben ein neues Programm erarbeitet und werden es gemeinsam auf der Bühne vorstellen. Am 10. November wird sich im Peter-Weiss-Haus zeigen, ob der Erfolg aus dem Vorjahr sogar noch getoppt werden kann.
Hier gibt es das komplette Programm der 27. Rostocker Kulturwoche.