

Vom Kindergarten bis zum Gymnasium sollen alle Kinder am heutigen Tag angesprochen werden. Da jedoch schon Schulferien sind, sind vor allem kleinere Kinder in KiTa- und sonstigen Betreuungsgruppen unterwegs. Um in der Masse den Überblick nicht zu verlieren, haben sich einige Erzieherinnen etwas einfallen lassen: Die Kindertrupps wurden kurzerhand mit roten Kopftüchern oder gelben Warnwesten ausgestattet, bevor sie von Station zu Station wandern durften.
Der Naturschutzbund (NABU) ist seit dem ersten UmweltKinderFest 2005 dabei. „Wichtig ist, dass die Kinder die Natur kennenlernen und nicht zu viel Zeit an PC und Videokonsolen verbringen“, erklärt Ulrike Klatt vom NABU Mittleres Mecklenburg. An ihrem Bastelstand können die Kinder Schmetterlinge und Fledermäuse aus Papier oder Karton ausschneiden und auf eine Wäscheklammer kleben. „Damit wollen wir Tierarten vorstellen, mit denen sie nicht so oft in Berührung kommen. Bei Fledermäusen denken viele zum Beispiel nur an Vampire“, so Klatt weiter.
Auch auf dem IGA-Park Festgelände gibt es viel Natur zu entdecken. Das macht sich vor allem Sarah Baumann zunutze, die die Kinder mit „Suchlisten“ auf Entdeckungsreise schickt. Mitbringen sollen die dann nach etwa zehn Minuten „etwas Rundes“, „etwas gut riechendes“, „etwas Schönes“ oder „etwas, das wichtig ist für die Natur“. Die Naturpädagogin bietet mit ihrem Projekt „Natursinn“ über den Sommer auch weitere Naturerfahrungskurse an.

Die Stände sind sehr vielfältig und beleuchten mithilfe verschiedener Methoden unterschiedliche Umweltthemen. Anders ist das bei einer Gruppe von Stationen, die sich ausschließlich mit einem Tier beschäftigt: dem Frosch. An einem Info-Stand wird erklärt, wie er sich vom Wasser- zum Landtier entwickelt und was sein „Lieblingsessen“ ist. Das wissen die Kinder natürlich und rufen ganz laut: „Fliegen!“ Und genau die können sie ein paar Meter weiter in das Maul eines großen Frosches „fliegen lassen“.

Das UmweltKinderFest war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg und die mitwirkenden Einrichtungen und Verbände werden sicher schon knobeln, mit welchen Spielen und Experimenten sie die Kinder im nächsten Jahr zum Staunen bringen können. Dem Motto „Raus ins Grüne – Natur erleben“ werden die eifrigen Entdecker nun – wenn das Wetter so bleibt – hoffentlich häufiger folgen.