
Sturmtief Petra, welches bis zu 20 Zentimeter Neuschnee, starke Windböen und gefrierende Nässe mit sich bringt, beherrscht derzeit unsere Wetterlage, die voraussichtlich noch bis Freitag anhalten wird. Auf den Verkehrswegen ist dadurch mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen. Auch der Schülerverkehr wird davon betroffen sein. Deshalb hat Bildungsminister Henry Tesch nach Absprache mit dem Innenministerium und dem Wetterdienst von Hiddensee heute entschieden, dass morgen in den Schulen des Landes kein Unterricht stattfindet. „Es geht darum, Gefährdungen für Schülerinnen und Schüler, die aufgrund der extremen Wetterlage und der schwierigen Verkehrssituation gegeben sind, auszuschließen“, teilte er mit.
Trotz des unterrichtsfreien Tages sind die Schulen jedoch geöffnet und die Kinder können bei Bedarf betreut werden. Auch eine sichere Heimfahrt soll gewährleistet werden.
Dieses Angebot wollen Moritz, Nils und Cornelia jedoch nicht in Anspruch nehmen. „Wir schlafen morgen erst einmal aus und genießen den freien Tag“, sind sich die drei Neuntklässler einig.
Nils will seinen freien Tag am PC verbringen. Moritz überlegt zum Rodeln nach Kösterbeck zu fahren. Wenn die Straßen dorthin unpassierbar sind, geht er zu Fuß, sagt er entschlossen. Cornelia ist froh, dass sie morgen ihren Vortrag im Fach AWT (Arbeit, Wirtschaft, Technik) nicht zu halten braucht. Und auch die angekündigte Biologie-Arbeit muss wohl morgen ausfallen. „Schade“, bedauert Moritz als einziger, „Biologie, ist eigentlich mein Lieblingsfach.“


Auch auf den Straßen haben die Verkehrsteilnehmer mit den Schneemassen und der Glätte zu kämpfen.
„Wir sind rund um die Uhr in regelmäßigen Abständen im Einsatz“, sagt Steffen Böhme Vertriebsleiter der Stadtentsorgung Rostock. Mit voller Kapazität, das heißt, mit 30 Räumfahrzeugen sind die 50 bis 70 Mitarbeiter auf Rostocks Straßen und Gehwegen unterwegs, um die Flächen im öffentlichen Raum zu beräumen.

Aber ob das ausreicht? Den Traum von der weißen Weihnacht hatten die Räumfahrzeuge am Abend auf den Rostocker Hauptstraßen zumindest noch nicht weggefegt. Also liebe Leser, wenn ihr doch noch raus vor die Tür müsst, dann seid schön vorsichtig, damit ihr wieder heil nach Hause kommt.