„Wie haben sie denn 10.000 Leute hier hereingebracht?“, fragte sich Judith Holofernes angesichts des lautstarken Gesangs des Publikums im MAU-Club. So viele waren es natürlich nicht. Aber mit etwa 800 Gästen war das Wir sind Helden Konzert ausverkauft und die begeisterten Fans machten ordentlich Stimmung.
Dabei hatte die Sängerin das Konzert mit einem zarten und kurzen „Forever young“ an der Ukulele eröffnet. Nahtlos leitete die vierköpfige Band, die an diesem Abend von zwei weiteren Musikern verstärkt wurde, dann in den ersten eigenen Titel „The Geek shall inherit“ über. Das Heldenkonzert konnte beginnen. Mitgebracht hatte die Berliner Band für ihr „Bring mich nach Rostock“-Konzert eine ausgewogene Songmischung aus den letzen elf Jahren ihrer Bandgeschichte.

So griffen gleich für den nächsten Titel „23:55 – Alles Auf Anfang“ Jean Michel Tourette zum Akkordeon und Mark Tavassol zum Banjo und brachten damit das Publikum in Tanzlaune.

Mit „Endlich ein Grund zur Panik“ lieferten „Wir sind Helden“ einen weiteren energievollen „Aerobic-Titel“, bei dem das Publikum so richtig abging. Ebenfalls sehr heftig jumpten die Fans bei „Denkmal“ mit, einer von vielen Songs, den sie von Anfang an textsicher mitsangen.

Viele weitere stille und tanzbare Titel hatten die Helden noch im Programm. Und trotzdem konnte das Publikum am Sonntagabend nicht genug bekommen. Auf vier Zugaben ließ sich die Band schließlich noch ein.

„Das waren eineinhalb Stunden Gefühlskonzentrat“, resümiert Christoph Lenz den Abend. Seit dem ersten Album ist er Fan der „sympathischen Band“ und nun also das erste Heldenkonzert. „Die Band hat viel interagiert und auch alle Hits waren dabei“, zählt er zufrieden auf. Nur seinen Lieblingstitel vom neuen Album „Die Ballade von Wolfgang und Brigitte“ hat er vermisst. Naja, fürs nächste Mal muss ja auch noch was bleiben.