Am 3. Dezember wurde zur alljährlichen Vorstellung des neuen „Tidingsbringers“ herzlich ins Hotel Hübner eingeladen. Teil der langen Tradition ist dabei, das Buch in der Vorweihnachtszeit jedes Jahr abwechselnd dort und im Hotel Neptun zu präsentieren.
Da ich dank der Bahn etwas spät dran war, wurde mir freundlich ein freier Platz ganz vorn in der ersten Reihe zugewiesen. Na so ein Glück! Ansonsten war der Saal gut besetzt, der Altersdurchschnitt des Publikums allerdings auffällig hoch. Warum, sollte ich wohl noch rechtzeitig erfahren.

Und was ist dieser „Tidingsbringer“ nun eigentlich? Ehrlich gesagt wusste ich das vorher auch nicht. Man kann wohl sagen, es ist ein Sammelwerk aus Geschichten und Bildern, die zusammen ein unverwechselbares Bild von Warnemünde schaffen. Dabei wird der Leser immer wieder durch Fragestellungen zur Neugier ermutigt, etwa durch das Foto einer Kette oder einer abgedruckten Amateurfunkerkarte. Wo kommen diese Dinge her, wo haben sie ihren Ursprung? Die Leser dürfen sich dabei gern an der Entschlüsselung dieser Rätsel beteiligen.

Zwischen den Texten gab es immer wieder musikalische Einlagen mit Gesang und Akustikgitarre, natürlich auch zum Thema Warnemünde. Nach so viel enthusiastischem Lokalpatriotismus sehe ich das nächtliche Warnemünde auf dem Rückweg mit etwas anderen Augen und überlege angestrengt, wem ich den „Tidingsbringer“ wohl zu Weihnachten schenken könnte. Denn interessant ist er doch allemal, oder?
Wer ein signiertes Exemplar besitzen oder verschenken möchte, hat dazu heute (ab 14 Uhr) oder am kommenden Samstag (ab 10 Uhr) Gelegenheit. In der Buchhandlung Krakow am Kirchplatz sind dann Autoren der aktuellen Ausgabe anzutreffen.