
Seit Ende September 2010 sind sie jeden Samstag und Sonntag um 10 Uhr in die Ostsee gestiegen und auch ab und an zu Besuch bei anderen Vereinen gewesen, um dort zu baden. Und genauso hatte es gestern auch viele der anderen Winterbader nach Rostock verschlagen, um an dem Badeevent teilzuhaben. Die Ostsee sei sowieso immer wieder ein Erlebnis für die anderen Bader, wie Ingelore Launert von den Seehunden weiß.

Als die Bader wieder Sand unter den Füßen hatten, bezogen sie alle die ihnen zugewiesenen Strandkörbe, um sich für das nasse Event bereit zu machen. Anschließend wurden fünf neue Seehunde getauft, um den größten Winterbadeverein Deutschlands zu ergänzen. Wie man das aus dem Ferienlager kennt, mussten die neuen Winterbader ekelige Dinge essen und sich dann mit Wasser übergießen lassen.

„Durch den Wind war es kälter als im Winter“, stellte Heike Hamann von den Cumlosener Brackratten nach ihrem Bad fest. Auch Dietmar Marquardt, Vereinsvorsitzender der Seehunde, konnte das verstehen. „Ich bin zu dieser Jahreszeit am kürzesten im Wasser“, verriet er. „Weil die Luft so warm ist. Da merkt man dann erst richtig, wie kalt das Wasser ist.“
Wer jetzt Lust verspürt, nicht nur im Sommer in die Ostsee zu gehen, der weiß ja nun, an wen er sich wenden kann. Gesund ist das Winterbaden auf jeden Fall, allerdings sollte man es nicht alleine machen. Deshalb gilt: Wer im Winter badet, sollte das in der Gruppe tun. Und wo bekommt man die schon so leicht zusammen, wie beim größten Winterbadeverein Deutschlands.