Draußen ist es in diesem Jahr schon oft ungemütlich geworden. Schneemassen im Winter, durch Trockenheit im Frühjahr verursachte Sandstürme und Regenfluten in den Sommermonaten haben neue Rekorde aufgestellt. Wie schön, wenn man sich dann in sein sicheres und gemütliches Heim zurückziehen kann. Vorausgesetzt natürlich: Es ist für die Wetterkapriolen gewappnet. Wer dazu noch Fragen hat, wird auf der diesjährigen RoBau vielleicht Antworten finden.

Baufirmen, Wohnungsgesellschaften, Finanzanbieter und Energieversorger präsentieren an drei Tagen ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Handwerksbetriebe aller Gewerke sind natürlich ebenso vertreten. Allerdings nicht so stark, wie es sich Petra Burmeister gewünscht hätte. Die Gründe dafür sieht die Geschäftsführerin der Hansemesse im heutigen Tag des Handwerks und in den vollen Auftragsbüchern, die sich aktuell durch die Aufarbeitung der Feuchtigkeitsprobleme noch einmal mehr gefüllt haben dürften.

Wie schon in den letzten Jahren ist auch bei der RoBau 2011 Energieeffizienz ein Schwerpunktthema. Das entlaste nicht nur den Geldbeutel der Eigentümer und Mieter, sondern sei auch ökologisch notwendig, betonte Landesbauminister Volker Schlotmann, der als Schirmherr die Messe eröffnete.
Mit Modernisierungskonzepten, die unter anderem Dämmsysteme für Dach und Fassade, Erdwärmepumpen, Passivhäuser umfassen, haben sich die Aussteller darauf eingestellt.

Vor Augen waren ihm dabei sicherlich die Probleme, die nach dem Starkregen der letzten Wochen aufgetreten waren und noch zu bewältigen sind. Durch den Anstieg des Grundwasserspiegels standen zahlreiche Keller und Grundstücke unter Wasser und verursachten teilweise erhebliche Schäden.
Betroffen waren unter anderem auch Wohngebiete in Evershagen. „Hier haben wir scheinbar in eine alte Entwässerungsachse reingebaut“, erklärt Matthäus und bedauert, dass die Auswirkungen vor 15 Jahren nicht erkannt wurden.

Insgesamt wird der Bedarf an weiteren Wohnungseinheiten, wozu auch Häuser gehören, in Rostock auf 2000 geschätzt. Momentan gibt es ungefähr 116.800 Wohnungseinheiten.
Besonders interessant dürfte die Messe natürlich für all jene sein, die selbst ein Bauvorhaben planen. So sind besonders viele junge Familien an den Messeständen zu sehen. Für ihren Nachwuchs wird eine kostenfreie Kinderbetreuung angeboten.

Über 15.000 Messebesucher erwarten die Veranstalter am Wochenende. Noch bis morgen können die beiden Messen RoBau und „Wohnideen & Lifestyle“ in der Hansemesse in Schmarl besucht werden. Der Eintritt kostet sechs Euro, ermäßigt vier Euro.