Auch wenn die Tage langsam wieder kürzer werden und das Wetter hartnäckig Gegenbeweise erbringt: Es ist Sommer und bestimmte Aktivitäten gehören einfach dazu. Fahrrad fahren durch die wunderschöne Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns, Schwimmen in der Ostsee und vielleicht auch am Strand oder im Park joggen - das Grillwürstchen „abtrainieren”. Was liegt da näher, als fürs Erste 1,1 Kilometer genau durch den alten Strom zu schwimmen?

Aber für 233 Sportbegeisterte waren am Samstag diese Aktivitäten in dieser Reihenfolge und Schnelligkeit genau das Richtige. Nun schon zum 28. Mal fand der Rostocker Triathlon in Warnemünde statt. Pünktlich um 16:30 Uhr brachten die Teilnehmer, dicht zwischen die Kais gedrängt, den Alten Strom zum „Kochen”.

Und nicht nur das war besonders am Teilnehmerfeld. Es hatten sich auch einige echte „Promis” unter die Aktiven gemischt.

Das Wetter spielte zum Glück mit und bescherte Wolken aber keinen Regen und so waren die Bedingungen gut. Als sich das Feld auseinanderzog und vom Schwimmen auf die Räder und schließlich auf Laufschuhe umgestiegen wurde, war schnell klar, wer vollkommen zu recht Triathlon-Weltmeister ist.

Danach versicherte der Rostocker, der gern im Barnstorfer Wald oder bei Sildemow laufen geht, dass die Unterstützung der Freunde und Bekannten sowie natürlich der Fans und Zuschauer einen großen Teil zu seinem Sieg beigetragen hat. Sie sorgten für „familiäre Atmosphäre unter professionellen Bedingungen”, wie der zufriedene Gewinner es ausdrückte. Nun heißt es: trainieren für die nächste Weltmeisterschaft im November in Clearwater, USA.

Die Bedingungen im Strom waren teilweise schwierig, was sich von außen gar nicht so vermuten ließ. So sorgte die Welle der einlaufenden MS Europa dafür, dass die Schwimmer kurz das Gefühl hatten, stillzustehen. Gelobt wurden die Organisation und die Wettkampfrichter, so zum Beispiel vom Team des Sportclubs Charlottenburg aus Berlin, bestehend aus Isabelle, Pawel, Christoph und Mariana Silva. Isabelle schaffte es sogar auf den zweiten Platz bei den Frauen.

Dass sich dieser Triathlon in eine Reihe großartiger Vorgänger einordnet, bestätigte auch Peter, genannt „Szadder”. Der 65-jährige hat als einziger Sportler an jedem der 28 Rostocker Triathlons teilgenommen und will dies auch im nächsten Jahr fortsetzen.
Da ist er mit Sicherheit nicht der einzige und bei der tollen Atmosphäre wäre es nicht verwunderlich, wenn sich die Starterzahl nächstes Mal noch einmal erhöht, so wie auch dieses Jahr 80 Sportler mehr teilnahmen als 2009.