„Alle Jahre wieder...“ möchte man meinen, wenn man auf die nun schon 30-jährige Geschichte der Rostocker Nikolausläufe zurückblickt. An die allerersten Läufe dieser Art können sich die Veranstalter zwar nicht mehr erinnern, aber stattgefunden haben sie schon immer auf dem Sportplatz am Damerower Weg.
Der Weg dorthin ist leicht zu finden. Die Zufahrtsstraße zu den Sportplätzen ist von Autos zugeparkt und wird von einigen Teilnehmern schon zum warm laufen genutzt. Trotz der kalten Dezemberluft ist die Atmosphäre fröhlich und erwartungsvoll.
Obwohl ich bisher noch nie live dabei gewesen bin, ist der Nikolauslauf für mich nichts Unbekanntes. Meine laufbegeisterten Eltern nehmen nun schon zum 3. Mal daran teil („nur zum Spaß“ natürlich) und auch meinen Onkel und zwei Cousins treffe ich dort. Allgemein scheint es ein beliebtes Familien-Event zu sein, bei dem nicht die bloße Leistung sondern viel mehr der Spaß und die Gemeinschaft im Vordergrund stehen.



Die Teilnehmer der 7 km-Stecke mussten noch eine weitere kleine Runde laufen, bevor auch sie das Ziel passieren konnten.
An der Ziellinie angekommen, gibt es für jeden Teilnehmer eine schöne Urkunde, einen großen Schokoladen-Nikolaus und ein kleines Werbegeschenk. Die kleinen Läufer dürfen sogar jeder noch ein buntes Sparschwein mit nach Hause nehmen. Angesichts der vielen Schokolade ist für so manchen der Lauf doch gleich zweimal so schön.

Für die erschöpften Läufer und frierenden Zuschauer steht kostenlos heißer Tee zur Selbstbedienung bereit. Wer es gar nicht mehr in der Kälte aushält, kann sich auch gemütlich rein setzen und zu sehr günstigen Preisen Bockwurst und Glühwein genießen.

Der Schweiß perlt ihm noch vom strahlenden Gesicht, während mir bald die Füße abfrieren und ich froh bin, endlich nach Hause fahren zu können.