Süß und doch säuerlich. Knackig und saftig. Lecker und auch noch gesund. Voller Vitamine und Mineralien. So ist er, der Apfel.
Auf dem Gelände des IGA-Parks fand am Sonntag zum fünften Mal der Apfeltag statt. „Der Apfeltag ist aus der Idee der IGA-Gesellschaft geboren, ein bisschen was mit dem Obst zu machen, das wir hier eh haben“, erklärt Martin Czechl, Geschäftsführer der Rostocker Obst GmbH. „Dass wir hier nicht so viel verkaufen, war uns eigentlich klar. Wobei es über die Jahre aber schon ein bisschen besser geworden ist. Die ersten Jahre war hier eine sehr schlechte Resonanz.“

Czechl erklärt die Probleme der diesjährigen Apfelernte: „Die Ernte dieses Jahr wird schlecht sein. Wir haben für die Landwirtschaft ja eh kein gutes Jahr, im Frühjahr war gleich Frühfrost. Die Ertragserwartungen liegen bei 25 % einer normalen Ernte.“
Die Lieblingssorten der Rostocker erklärt Czechl so: „Der Liebling ist ganz klar der Elstar. Sehr gerne wird auch der Shampion genommen. In einem normalen Jahr ernten wir davon 60 Tonnen, diesmal nur 20. Die sind also ruckzuck verkauft“. Zum Vergleich: Vom Elstar erntet die Rostocker Obst GmbH im Normalfall 200 Tonnen.

Beinahe gefragter als die Äpfel selbst waren Ralf Eckert und seine mobile Saftpresse. Statt die Äpfel zu sich bringen zu lassen, bringt er die Saftpresse zum Apfel. Das Interesse am Herstellungsablauf war groß. „Der Saft ist purer Apfel, ohne Wasserzusatz oder sonst was“, erklärt Eckert auf Nachfrage einer Interessentin. Aber die Leute waren nicht nur neugierig. Die wenigsten ließen es sich nehmen, einen Behälter des frisch gepressten Safts zu erwerben.