17. Sun Of The Beach – Frisbee in Warnemünde
Ultimate-Frisbee-Turnier am Strand von Warnemünde
26. Juli 2010, von Stefanie
Die fairste Mannschaftssportart der Welt soll Ultimate-Frisbee sein, so ihre Anhänger. Trotz eines umfangreichen Regelwerkes, welches sich bei allen möglichen Mannschaftssportarten bedient, kommt das Spiel ohne Schiedsrichter aus. Bei einem Foul wird der Spielverlauf so lange unterbrochen, bis die Situation durch die Spieler selbst gelöst wird.

Normalerweise wird Ultimate auf einer Rasenfläche gespielt. Am vergangenen Wochenende jedoch fanden sich etwa 200 Frisbee-Werfer am Strand von Warnemünde ein, um zum 17. Mal das Ultimate-Frisbee-Turnier „Sun Of The Beach“ auszutragen. 17 Mixed Teams aus ganz Deutschland und Dänemark waren dafür angereist.

In drei Gruppen spielten die Mannschaften mit jeweils sieben Spielern am Samstag gegeneinander auf vier Feldern in Höhe des Warnemünder Leuchtturms. Am Sonntag fanden dann bei sonnigem Wetter und angenehm warmen Temperaturen die Viertel- und Halbfinale sowie das Finale statt.

Eines machte den Frisbee-Spielern jedoch am Wochenende zu schaffen: der stürmische Wind. Der sorgte nicht nur dafür, dass die Wurfscheibe weniger gut kontrollierbar war, sondern trieb auch den Spielern teilweise heftig den Sand in die Augen. „Ideal ist es natürlich bei sonnigem, windfreiem Wetter. Dann können die Spieler auch noch ganz andere Bewegungen zeigen“, sagte Tom Rettschlag von den Endzonis, den Rostocker Gastgebern: „Wenn man lang genug spielt, kommt man aber mit jeder Wetterlage klar.“

So auch die Teilnehmer beim „Sun Of The Beach“, die gegen Wind und gegnerische Mannschaft die Scheibe in die Endzone des Spielfeldes brachten. Am Sonntagnachmittag standen dann schließlich das Berliner Team Medwedjew und die Dinos aus Aalborg im großen Finale. Obwohl gleich der erste Punkt gegen den Wind an Medwedjew ging, konnten letztendlich doch die Dänen nach 45 laufintensiven Minuten das Spiel mit 10:6 für sich entscheiden. Der Sieger des kleinen Finales und damit drittplatziertes Team war Quattro Stazioni, das sich gegen Team Baltimate aus Lübeck durchsetzte.

„Awesome!“, rief der 24jährige Søran von den Dinos nach der Siegerehrung begeistert. Er spielt schon seit sieben Jahren Frisbee. Der erste Platz beim „Sun Of The Beach“ ist jedoch sein bisher größter Sieg. Die Gewinner konnten sich nicht nur über eine versilberte Wurfscheibe freuen, sondern es wurde auch großzügig Kuchen verteilt. Denn schließlich hatten einst Kinder, die mit alten runden Kuchenblechen warfen, das Frisbee-Spiel erfunden. Den „Spirit of the Game“, den Preis für das fairste Spiel, bekamen die Tekielas aus Kiel verliehen.