MV verschärft Corona-Regeln

Maskenpflicht, Alkoholverbot, Distanzunterricht nach den Ferien – Mecklenburg-Vorpommern verschärft angesichts steigender Corona-Zahlen die Maßnahmen

8. Dezember 2020, von
Corona-Pandemie: Der Ausschank alkoholischer Getränke wird in MV verboten
Corona-Pandemie: Der Ausschank alkoholischer Getränke wird in MV verboten

„Die zweite Welle drückt massiv nach Mecklenburg-Vorpommern rein und deshalb müssen wir gegenhalten“, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig heute Nachmittag nach der Kabinettssitzung.

Bei den Kontaktbeschränkungen bleibt es bei der Regelung, dass sich maximal fünf Personen aus zwei Hausständen treffen dürfen. „Aber bitte nur, wo es nötig ist“, betont Schwesig. Wenn möglich, solle auf weitere Kontakte verzichtet werden.

Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen

Da Mecklenburg-Vorpommern mit einer 7-Tage-Inzidenz von 51,9 (Stand gestern) zum Risikogebiet geworden ist, gilt in allen Landkreisen und kreisfreien Städten, dass „die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht an bestimmten öffentlichen Plätzen ausgesprochen werden muss“, so Schwesig. Welche Plätze dies in Rostock betrifft, muss Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen noch festlegen.

Kein Ausschank alkoholischer Getränke

„Wir haben auch beschlossen, dass der Ausschank alkoholischer Getränke verboten wird“, sagt Schwesig. „So soll es nicht möglich sein, dass ein Laden Glühwein außer Haus verkauft und sich damit vor der Tür eine Traube von Menschen bildet“, erläutert die Ministerpräsidentin.

Nur noch ein Besucher pro Tag in Alten- und Pflegeheimen

Obwohl MV Risikogebiet ist, sollen die Besuchsmöglichkeiten in Alten- und Pflegeheimen aufrecht erhalten bleiben, aber eingeschränkt werden. Pro Tag ist künftig nur noch ein Besucher pro Bewohner erlaubt.

Schulen starten nach den Ferien mit Distanzunterricht

Nach den Weihnachtsferien sollen alle Schüler ab der 7. Klasse für eine Woche Distanzunterricht erhalten. Diese Regelung gilt vom 4. bis zum 8. Januar 2021 sowohl für allgemeinbildende als auch berufliche Schulen. Freien Schulen werde die Regelung nahegelegt.

„Wir haben Sorge, dass nach den Weihnachtsferien und den Feiertagen ein erhöhtes Risiko für die Schulen in diesem Bereich besteht“, begründet Bildungsministerin Bettina Martin die Maßnahme. Mit der Regelung soll verhindert werden, dass Infektionen in die Schulen hineingetragen werden.

Von der ersten bis zur sechsten Klasse gibt es weiter Präsenzunterricht, Lehrkräfte müssen in der ersten Woche nach den Ferien jedoch einen Mundschutz tragen. „Wir verlängern nicht die Ferien, es geht für die Großen in den Distanzunterricht“, betont Bildungsministerin Martin.

Landespolizei will stärker kontrollieren

Stärkere Kontrollen der Landespolizei kündigt Mecklenburg-Vorpommerns neuer Innenminister Torsten Renz (CDU) an. Besonders an den beiden Samstagen vor Weihnachten sowie vom 21. bis zum 23. Dezember werde die Landespolizei „verstärkt Präsenz zeigen“, so Renz. „Der Weihnachtseinkauf soll nicht gehemmt werden“, die Einhaltung der Corona-Regeln jedoch stärker kontrolliert werden.

Zusätzlich wird es zusammen mit der Bundespolizei Ein- und Ausreisekontrollen an der Grenze zu Polen geben. Kurzeinkäufe bzw. ein kleiner Grenzverkehr sind in MV nicht erlaubt. Wer nach Polen fährt, muss sich nach der Wiedereinreise in Quarantäne begeben, betont Renz. Darauf soll bereits vor dem Grenzübertritt nach Polen noch einmal hingewiesen werden.

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