Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2011 – Preisträger
Gewinner des Ideenwettbewerbs auf der 7. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft vorgestellt
27. Juni 2011, von Stefanie
Heilen mit Rügener Kreide oder Turmor-Behandlung mit einem Roboter gesteuerten Radiochirurgie-System im Güstrower CyberKnife Zentrum? Die Bandbreite der beim Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft 2011 eingereichten Projekte war groß.
Innovative Projekte zur „Stärkung der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“ waren gefragt. Damit ließ das Motto des Wettbewerbs ebenso Platz für traditionelle Behandlungsmethoden, wie für Ideen aus dem Gesundheitstourismus oder der Hightech-Medizin. „Konkrete, anfassbare Projekte“ sollten es aber schon sein, betonte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel.
Anfang des Jahres hatte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den 4. Ideenwettbewerb ausgelobt, für den 2011 Projektgelder in Höhe von 800.000 Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Verfügung stehen. „Damit wollen wir vor allem Maßnahmen unterstützen, die in der Gesundheitswirtschaftsbranche zu innovativen Produkten und Angeboten führen“, so Seidel.
Insgesamt 37 Projektideen mit einem Gesamtvolumen von 7,8 Millionen Euro wurden in diesem Jahr eingereicht. „Auch, wenn es sicherlich noch überboten werden kann“, sei es ein gutes Ergebnis, so Seidel. Es zeige vor allem, dass das Klima für solche Projektarbeit immer besser wird.
Acht Projekte wurden durch die Jury ausgewählt und heute auf der 7. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft von Jürgen Seidel und Ministerpräsident Erwin Sellering ausgezeichnet.
Gewinner des Ideenwettbewerbes Gesundheitswirtschaft 2011 „Förderung von innovativen Projekten zur Stärkung der Gesundheitswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern“
- „Zukunftsorientierte Investitionen in den 2. Gesundheitsmarkt durch Nutzung der ortsgebundenen Heilmittel“
Bäderverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Erarbeitung einer Bestandsübersicht der vorhandenen Anbieter- und Angebotsstruktur auf der Basis der ortsgebundenen Heilmittel in Mecklenburg-Vorpommern. Daraus sollen Chancen zum weiteren Ausbau der Anbieter- und Angebotsstruktur im Gesundheitstourismus unter Einbindung der ortsgebundenen Heilmittel aufgezeigt und damit der 2. Gesundheitsmarkt in Mecklenburg-Vorpommern forciert werden. - „Konzept zum Aufbau eines Systems für individualisierte Pauschalreise-Angebote im Ostseeheilbad Graal-Müritz insbesondere für Großeltern mit Enkeln unter besonderer Berücksichtigung gesundheitstouristischer Aspekte“
Tourismus- und Kur GmbH, Graal-Müritz
Mehrgenerationsangebote sollen als Urlaubsangebote etabliert werden. Die Einbeziehung des Themas Gesundheit mit der Ausrichtung auf die Bedürfnisse von Großeltern und Kindern stellt dabei eine besondere Herausforderung dar, da die zu entwickelnden Angebote sehr vielschichtigen Anforderungen gerecht werden müssen. - „Health meets Tourism in Mecklenburg-Vorpommern”
Premedion GmbH, Rostock
Entwicklung und Vermarktung standortspezifischer Gesundheitsreisen in den Feldern der primären und sekundären Prävention, die wissenschaftlich belegte Erfolge in der Gesunderhaltung erzielen. Die Grundidee umfasst Angebote, die unabhängig vom Standort den jeweiligen Hoteliers oder Gemeinden die Möglichkeit bietet, derartige Modelle vor Ort mit dem lokalen Ärzte- und Therapeutennetzwerk für Gesundheitstouristen umzusetzen. - „Entwicklung einer vernetzten Internetdatenbank für touristische Aktivangebote und gesundheitstouristische Dienstleistungen einer Region mit Qualitätsmerkmal“
Förderverein Fischlandtourismus e.V. i.G.
Aufbau einer Internetplattform, die touristische Aktivangebote und gesundheitstouristische Dienstleistungen einer Region zusammenfasst und über ein Planungstool den Urlaubern zur Verfügung steht. Diese sollen entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen verschiedene regionale Leistungen (z. B. Fahrradtouren, Ernährungsangebote, SPA-Anwendungen, kulturelle und andere Erlebnisveranstaltungen) für den Urlaub selbst zusammenstellen und buchen. - „Konzept eines Zentrums für personalisiertes Diabetes Management“
Institut für Diabetes „Gerhardt Katsch“, Karlsburg
Erweiterung der KADIS-(Karlsburger Diabetes Management)-basierten Gesundheitsdienstleistungen durch aktives Selbst-Management und patientenzentrierte Schulungs- und Beratungsprogramme. Eine internationale Vermarktung der Dienstleistungen ist vorgesehen. - „Das CyberKnife Zentrum Norddeutschland in Güstrow als Forschungs- und Dienstleistungszentrum zur Krebstherapie und sekundären Krebsprävention“
CyberKnife Zentrum Norddeutschland, Güstrow
Wissenschaftliche Vernetzung des CyberKnife Zentrum Norddeutschland, Etablierung als Trainings- und Ausbildungszentrum in Zusammenarbeit mit Medizin, Wirtschaft (Siemens) und Tourismus (Sekundärprävention). Ein Alleinstellungsmerkmal ist bei der Weiterentwicklung zum europäischen Accuray-Referenzzentrum (robotergestützte Radiochirurgie) gegeben. - „Urlaub vom Diabetes in M-V“
VIRTUS – Institut für neue Lehr- und Lernmethoden; Rostock
Entwicklung und Vermarktung adäquater gesundheitstouristischer Angebote für Diabetiker und ihre Angehörigen und Erschließung dieser großen Zielgruppe für das Gesundheitsland M-V durch die avisierte Netzwerkbildung verschiedener Leistungserbringer. Erstellung einer Bedarfsanalyse, der darauf aufbauenden Umsetzungskonzeption (inkl. Schulung der Hotels und Pensionen). Die Entwicklung von Informationsdiensten und Bildungsangeboten für Diabetiker (z. B. Apps und Internetportal) und die Qualifizierung der Gesundheitsanbieter wird durch die Vermarktung der Angebote angestrebt. - „Steigerung des Bekanntheitsgrades und der Anwendung des Naturheilmittels Original Rügener Dreikronen-Heilkreide auf der Insel Rügen und im Gesundheitsland MV“
Verein Rügener Heilkreide e.V.
Steigerung des Bekanntheitsgrades der Heilkreide durch professionalisiertes Marketing und Nutzung zielgruppenspezifischer Informationsmedien. Die Anwendungen und Angebote mit Rügener Heilkreide, einhergehend mit einer konsequenten Qualitätssicherung zur Ausschöpfung der Wirkungspotenziale des Naturheilmittels, sollen zu einem attraktiven Baustein de r Gesundheits- und Tourismuswirtschaft entwickelt werden.