7. Stiftungstag der Hanseatischen Bürgerstiftung 2012

Hanseatische Bürgerstiftung vergibt 16.300 Euro für soziale und kulturelle Projekte in Rostock

29. März 2012, von
Stiftungstag 2012 der Hanseatischen Bürgerstiftung
Stiftungstag 2012 der Hanseatischen Bürgerstiftung

Ein Dampf-Kombi-Gerät für das Café des Obdachlosenhilfevereins, neue, passende Tische zum Malen für die jüngsten Besucher der Kunsthalle, ein regensicherer Unterschlupf für die jugendlichen Passagiere des Fischkutters „Pasewalk“ – all das kostet Geld, das den Vereinen, die sich mit ihren Projekten für die Rostocker engagieren, nicht so ohne Weiteres zur Verfügung steht.

Andere hingegen haben davon genug und stiften oder spenden einen Betrag der Hanseatischen Bürgerstiftung.

Der Dierkower Gartenfachmarkt Groenfingers verkaufte im letzten Jahr 1.900 Rosen, die nach Rostock benannt wurden, und spendete vom Erlös jeweils zwei Euro für die Hanseatische Bürgerstiftung
Der Dierkower Gartenfachmarkt Groenfingers verkaufte im letzten Jahr 1.900 Rosen, die nach Rostock benannt wurden, und spendete vom Erlös jeweils zwei Euro für die Hanseatische Bürgerstiftung

In diesem Jahr verteilte sie zum siebten Mal die Zinserträge ihres Stiftungskapitals an soziale und kulturelle Projekte. 14 Vereine und einzelne engagierte Bürger Rostocks konnten sich so 2012 über Geldzuwendungen von 500 bis 2000 Euro freuen. Insgesamt wurden 16.300 Euro ausgeschüttet.

„Rostock besteht nicht nur aus Problemen. Rostock ist eine sehr lebendige Stadt mit einer überdurchschnittlichen Entwicklung und immer mehr Highlights“, erklärte Wolfgang Grieger, Vorstandsvorsitzender der Hanseatischen Bürgerstiftung. So ist die finanzielle Unterstützung als Auszeichnung engagierter Rostocker zu verstehen und soll die aktive Bürgerbeteiligung in unserer Hansestadt an ganz konkreten Projekten fördern.

Jutta Hein von der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Rostock und Umland will die gespendeten 1000 Euro für ein integratives "Musik-Theater-Tanz"-Projekt einsetzen
Jutta Hein von der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung Rostock und Umland will die gespendeten 1000 Euro für ein integratives "Musik-Theater-Tanz"-Projekt einsetzen

Der Blinden- und Sehbehinderten-Verein Mecklenburg-Vorpommern beispielsweise möchte sein Preisgeld für die Entwicklung eines taktilen Orientierungsplanes im Kulturhistorischen Museum einsetzen. Der Plattdütschverein „Klönsnack-Rostocker 7“ will die niederdeutsche Sprache in Kindergärten und Grundschulen am Leben erhalten. Für Integrationsprojekte für Zuwanderer und Migranten in der Rostocker Asylunterkunft möchte das Ökohaus die spendierten 2000 Euro verwenden. Die Universität möchte mit 1800 Euro ein Jahr lang besonders begabte Studenten innerhalb des Deutschlandstipendiums unterstützen. In Dierkow baut der Aufwind e.V. Räume zur Hausaufgabenbetreuung um. 500 Euro kommen der Aktion „Schultüte“ zugute, mit der die Rostocker Tafel eine Grundausstattung für Kinder aus sozial schwachen Familien bereitstellt.

Und das Geld sammeln geht weiter - bei der Verlosung von "Unbezahlbaren Objekten", die eigentlich keine Objekte sind, sondern Führungen durch die DKB-Arena, die Darwineum-Baustelle oder die Kunsthalle
Und das Geld sammeln geht weiter - bei der Verlosung von "Unbezahlbaren Objekten", die eigentlich keine Objekte sind, sondern Führungen durch die DKB-Arena, die Darwineum-Baustelle oder die Kunsthalle

Aber nicht nur Vereine, auch Einzelpersonen wurden für ihr Engagement geehrt. So zeichnen sich die Schüler Sophia Linzenburg vom Förderzentrum Danziger Straße und Jan-Eric Winkelmann nicht nur durch besonders gute schulische Leistungen aus, sondern auch durch ihre Hilfsbereitschaft. Dafür gab es jeweils 500 Euro.

Denise Engels, Melanie Neu und Maximilian Glende bekamen 1000 Euro für ihre Schülerfirma „Rollmap“. Die Elftklässler des Erasmus Gymnasiums hatten Pläne für ein Behindertennavigationssystem zu touristischen Attraktionen in Rostock und Warnemünde entwickelt. Darin zeigen sie Sehenswürdigkeiten aus Rollstuhlperspektive und weisen auf die Beschaffenheit der Wege hin.

Rathaus-Festsaal beim Stiftungstag der Hanseatischen Bürgerstiftung
Rathaus-Festsaal beim Stiftungstag der Hanseatischen Bürgerstiftung

15 Millionen Euro Fördermittel hat Dr. Sabine Teichmann für die Universität nach Rostock geholt, die in Studium, Lehre und Weiterbildung an der Hochschule geflossen sind. „So eine große Summe wirbt man nicht allein ein. Dazu gehört ein Team. Wir überlegen uns, was wir mit dem Geld machen, um nicht nur uns etwas Gutes zu tun, sondern auch der Gemeinschaft, in der wir arbeiten“, kündigte Teichmann zum Einsatz ihrer 1000 Euro an.

„Die Hanseatische Bürgerstiftung hilft gerade da, wo öffentliche Mittel fehlen“, würdigte Bürgerschaftspräsidentin Karina Jens den Beitrag der ehrenamtlich organisierten Stiftung und der Stifter für Rostock am 7. Stiftungstag im Festsaal des Rathauses.

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