Open-Access-Publikationsfonds an der Uni Rostock
200.000 € für die Freiheit der Wissenschaft: Universität Rostock richtet Open-Access-Publikationsfonds zur Förderung von Veröffentlichungen in Open-Access-Zeitschriften ein
23. November 2016
Als erste Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern richtet die Universität Rostock mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Open-Access-Publikationsfonds ein. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität einschließlich der Universitätsmedizin können für ihre Artikel in Open-Access-Zeitschriften eine Förderung zur Begleichung der Publikationskosten aus diesem Fonds beantragen. Der Eigenanteil zur Kofinanzierung des Publikationsfonds wird jeweils zur Hälfte von der Universität und der Universitätsmedizin erbracht. Der Fonds wird für zunächst zwei Jahre gefördert – die bewilligten Mittel reichen für die Finanzierung von jährlich bis zu 70 Artikeln.
Im Dezember 2015 hat die Universität Rostock als erste Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern eine Open-Access-Erklärung verabschiedet. Sie unterstützt damit die weltweite Open-Access-Initiative. In der Erklärung wird allen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Rostock empfohlen, dem Open-Access-Gedanken zu folgen und ihre Beiträge in Open-Access-Journalen einzureichen sowie Monographien und Sammelwerke auf Open-Access-Plattformen zu veröffentlichen. Unter Open Access versteht man den freien Zugang zu wissenschaftlicher Literatur im Internet. Der gesamten Wissenschaft, aber auch der interessierten Öffentlichkeit, soll damit ein unkomplizierter Zugriff auf Forschungsergebnisse ermöglicht werden, deren Erarbeitung meist von öffentlichen Geldern finanziert oder gefördert wird.
„Die Reputation von Open-Access-Veröffentlichungen entwickelt sich seit einigen Jahren sehr positiv – so beispielsweise auch in der Medizin“, betont Rektor Wolfgang Schareck. „Wir freuen uns, dass wir unseren Forschenden die Entscheidung für diese innovative Veröffentlichungsform erleichtern können.“ Autorinnen und Autoren, die planen, ihre Artikel frei zugänglich zu veröffentlichen, können über die Open-Access-Beauftragten ihrer Fakultät eine Finanzierung beantragen. Organisiert wird die Förderung von der Universitätsbibliothek, die auch passende Beratungsangebote anbieten wird. Verantwortlich dafür sind Steffen Malo, seit kurzem der Open-Access-Beauftragte der Universitätsbibliothek, und seine Stellvertreterin Lisa Adam.
Quelle: Universität Rostock