
Jeden Tag im Dezember bis einschließlich zum 23. wird im Foyer des Volkstheaters um 16 Uhr ein kleines Programm vorgeführt. Es wird Musik gemacht, gebastelt oder Geschichten werden erzählt und am Ende das Türchen des großen Adventskalenders geöffnet, in dem für alle anwesenden Kinder eine süße Überraschung versteckt ist.

Da das Programm kostenlos ist und jeder ohne vorherige Anmeldung kommen kann, wissen die Theatermitarbeiter vorher nie so richtig, wie viele Zuschauer kommen und wo der Altersdurchschnitt liegt. Aber Improvisation ist ja die leichteste Übung jedes Schauspielers und Musikers.
Dafür ist auch das Programm immer eine Überraschung für das Publikum, da niemand vorher weiß, was aufgeführt wird. Heute durften meine Schwester und ich uns auch zu den erwartungsvollen Zuschauern zählen, die sich ansonsten vorwiegend aus Eltern mit ihren aufgeregten Kindern zusammensetzten.

Doch schon beim zweiten Lied „Guten Abend, schön Abend“ wurde klar, dass bloßes Zuhören und Erfreuen nicht ausreicht, obwohl Johannes Finsterbusch zweifellos viel mehr aus den einfachen Liedern gemacht hat, als man es normalerweise gewohnt ist. Das Publikum wurde fröhlich zum Mitsingen ermutigt - sicherlich keine schwere Aufgabe für Ronald Monem, der sonst auch einen Kinderchor leitet. Nach dem zweiten oder dritten Weihnachtslied waren die Stimmbänder aufgewärmt und bei den meisten die Hemmungen abgeschüttelt.

Alle Kinder durften nun das Innenleben des Instruments einmal genauer ansehen und auch anfassen. Sogar die einzelnen Tasten, die in Form kleiner Hammer dann die Töne erzeugen, wurden im Zuschauerraum herumgereicht.

Die Gemeinschaft und die gemeinsame Vorfreude ist an Weihnachten doch immer noch das Größte und genauso, wie am Fest selbst mit der Familie, konnte man auch bei diesem vorweihnachtlichen Programm die schöne Atmosphäre in kleiner Gemeinschaft genießen.