Wann der Kreuzfahrt-Tourismus nach der Corona-Pandemie wieder Fahrt aufnimmt, ist bislang ungewiss. Wenn es soweit ist, sollen die großen Passagierschiffe zumindest während der Liegezeit in Warnemünde keine schädlichen Abgase mehr ausstoßen. Ihren Strom sollen die Kreuzliner im Seebad künftig aus der Steckdose beziehen.
Am Samstag macht das Kreuzfahrtschiff AIDAsol in Warnemünde fest, um die Landstromanlage an den Liegeplätzen P7 und P8 zu erproben. Im Laufe der nächsten Woche soll der so genannte Schiffsintegrationstest stattfinden, wie die Stadtverwaltung heute mitteilte.
Durch die Corona-Pandemie und ausleibende Kreuzfahrtschiffe konnte die bereits im Sommer 2020 fertiggestellte Landstromanlage in Warnemünde bislang nicht getestet werden. Nach Angaben der Stadt kann die Anlage bis zu 20 MVA elektrische Energie liefern und ist damit derzeit die größte in Europa. Zwei Kreuzfahrtschiffe können während der Liegezeit gleichzeitig mit Landstrom versorgt werden - sowohl mit 50 als auch mit 60 Hertz.

Die AIDAsol wird am Samstag, dem 24. April 2021, gegen 13:30 Uhr in Warnemünde erwartet und voraussichtlich am Liegeplatz P8 festmachen. Der Kreuzliner soll mindestens bis zum Abschluss der Tests am 1. Mai dort liegenbleiben. Während der Erprobung kann das Passagierschiff noch nicht durchgehend mit Landstrom versorgt werden.
Zum ersten Mal war das Kussmundschiff vor zehn Jahren in Rostock zu Gast, der Erstanlauf der AIDAsol in Warnemünde fand am 6. Mai 2011 statt.