Traumwetter gab es heute Mittag in Warnemünde nicht, als das ZDF-Traumschiff die Molenköpfe des Seebades passierte. Bei kühlen drei Grad Celsius lief die „Amadea“ kurz nach 12 Uhr ganz unspektakulär ohne Schiffshorn im Kreuzfahrthafen Rostock-Warnemünde ein. Nach der Wende im Werftbecken machte der Passagierdampfer am Liegeplatz P7 fest, wo er bis zum späten Abend liegen wird. Das Auslaufen mit Ziel Kopenhagen ist gegen 22 Uhr geplant.
Bekannt ist der Kreuzliner vielen als Traumschiff aus der gleichnamigen ZDF-Serie. Seit 2015 finden die Dreharbeiten für die Fernsehserie auf der „Amadea“ statt. Nach „Vistafjord“, „MS Astor“, „MS Berlin“ und „MS Deutschland“ ist es bereits das fünfte Schiff, das als Drehort dient. Die erste Traumschiff-Folge wurde fast auf den Tag genau vor 40 Jahren ausgestrahlt – am 22. November 1981.

Zwei weitere Anläufe stehen für dieses Jahr noch im Kreuzfahrtkalender des Rostocker Hafens. Am nächsten Sonntag wird erneut die „Amadea“ in Warnemünde erwartet, zwei Tage später macht die „Mein Schiff 1“ von TUI Cruises im Seebad fest. Sie wird am 7. Dezember auf ihrer Weihnachtsmarkt-Fahrt von Bremerhaven kommend die Kreuzfahrtsaison 2021 in Warnemünde abschließen.
47 reguläre Kreuzfahrtanläufe werden dann insgesamt in diesem Jahr in Warnemünde stattgefunden haben. Das sind deutlich weniger als die rund 200 Anläufe pro Jahr in Vor-Corona-Zeiten, aber immerhin mehr als 2020: Im ersten Corona-Jahr gab es nur einen einzigen Kreuzfahrtschiff-Anlauf mit Passagieren an Bord. Zusätzlich verbrachten in diesem Jahr mehrere Schiffe von TUI Cruises ihre Corona-Pause als Auflieger im Rostocker Seehafen. Die AIDAsol kam im Rahmen der Nationalen Maritimen Konferenz zum Test und zur offiziellen Inbetriebnahme der neuen Landstromanlage ins Ostseebad, die AIDAprima bereitete sich im Juni hier auf ihren Saisonstart vor.