
Die Entscheidung sei eine „für Rostock, nicht gegen Plate“ gewesen, betont Geschäftsführer Robert Weber. Hauptgrund sei die Zusammenlegung der Unternehmensteile gewesen. Das Vertriebsteam arbeitet von Beginn an in Rostock, jetzt soll alles unter einem Dach zusammenwachsen. Zudem habe in Plate ein Großteil des Funkhauses leer gestanden, in Rostock hat sich der Sender auf rund 300 Quadratmeter verkleinert.
Am 15. Februar ging die 23-jährige Ära zu Ende, Antenne MV sendete zum letzten Mal aus dem Funkhaus in Plate. Während des Umzugs wurde in den letzten zwei Wochen in einem Studio im Radiozentrum Leipzig produziert. Als „eine Art Klassenfahrt“ bezeichnet Moderator Timo Close die Zeit in Sachsen. Für die Hörer soll sich mit dem Umzug nach Rostock nichts ändern. „Wir freuen uns tierisch auf den Neuanfang und machen einfach so weiter wie bisher“, verspricht Close.
„Am Format soll sich nichts ändern“, unterstreicht auch Geschäftsführer Robert Weber. Mit Mainstream AC (Adult Contemporay) als Format und dem Motto „Der beste Mix. Mehr neue Hits.“ möchten sie Mecklenburg-Vorpommerns Musiksender bleiben. Doch Weber hat auch neue Pläne. In den fünf Städten Rostock, Schwerin, Stralsund, Greifswald und Wismar habe man sich auf zusätzliche Frequenzen beworben.

Um sich selbst keine Konkurrenz zu machen, ist die Zielgruppe ein etwas älteres Publikum. „Die Musikrichtung wird anders und es wird auch mehr Wort geben – weniger Moderation, mehr Beiträge“. Eine fixierte Deutschquote von 25 Prozent, darunter auch Schlager, und Informationen aus der Region sollen die ältere Zielgruppe ansprechen.

Auch online möchte Antenne MV seine Aktivitäten ausbauen, ergänzt Gerrit Kohr. Noch in dieser Woche geht ein One-Hit-Wonder-Stream online, weitere Streams sollen folgen. Und für den Sommer ist eine sprechende Smartphone-App geplant, wagt der Programmdirektor einen Blick in die Zukunft.
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