
Auch was die Anbaufläche betrifft, liegt der Apfel in Mecklenburg-Vorpommern weit vorn: Er wird von 35 Betrieben auf 1556 Hektar angebaut und ist damit die dominierende Frucht. Von den geernteten Äpfeln wandern 90 Prozent in die Verarbeitung und werden zu Most, Mus und Kindernahrung. Dafür werden bevorzugt die Sorten „Rewena“, „Remo“, „Seestmüher Zitronenapfel“ und „Golden Delicisious“ verwendet. Die restlichen 10 Prozent sind Tafeläpfel wie „Jonagold“, „Idared“, „Jonagored“ und „Elster“.

Er war auch einer der Initiatoren, die sich des Projekts „Apfelkiste“ im Jahre 2009/2010 angenommen haben, das seither wöchentlich 224 Grund- und Förderschulen in Mecklenburg-Vorpommern mit frischen Äpfeln versorgen. Dadurch wird den Kindern ein gesunder Snack garantiert und sie lernen durch ein pädagogisches Begleitprogramm den Anbau und die Ernte einheimischer Früchte kennen.
Für die diesjährige Ernte stellen die hiesigen Apfelbauern eine optimistische Prognose – war die Ausbeute 2011 durch den Spätfrost im gesamten Land doch eher schwach. Die Erzeuger erwarten nun um die 39.000 Tonnen Äpfel. In Gesamtdeutschland rechnet man mit 933.000 Tonnen, was ungefähr 10 Prozent weniger als im Vorjahr sind. Auch in Europa schätzt man die Ausbeute eher negativ auf 9,74 Millionen Tonnen.
Ob aus den Äpfeln zukünftig auch Elmenshorster Saft hergestellt wird, ist hingegen fraglich. Denn heute wurde bekannt, dass die Elmenhorster Fruchtsäfte GmbH Insolvenz angemeldet hat. 75 Mitarbeiter beschäftigt das Rostocker Unternehmen.