Hab ich ein Glück! Die kommenden Feiertage sind für mich freie Tage. Mein Chef hat mich ziehen lassen und ich bin gut mit der Bahn zu meiner Familie gekommen. Im Gegensatz zu vielen anderen bin ich vom winterlichen Verkehrschaos verschont geblieben.
Nun werde ich die Weihnachtsfeiertage mit meinen Lieben unter dem geschmückten Tannenbaum verbringen. Wir werden Geschenke auspacken, gut und reichlich essen, weihnachtliche Musik hören, Verwandte besuchen – was man zu Weihnachten halt alles so macht.
Nach der betriebsamen Vorweihnachtszeit, in der alles Wichtige vor dem Jahresende noch erledigt werden musste, kehrt nun etwas Ruhe ein. Doch die Welt steht nicht still. Nicht alle werden sich über die Feiertage ins Private zurückziehen, sondern arbeiten.

Wenn es Probleme gibt, läuft vieles am Informationstresen bei Arno Härter zusammen. Der Telefonist hat am 24. und 25. Dezember die Spätschicht übernommen und sorgt dafür, dass sich die Besucher im Haus zurechtfinden, Fragen der Patienten beantwortet und die Beseitigung von Störungen eingleitet werden. „Wenn man so einen Job anfängt, dann weiß man vorher, dass man auch an Feiertagen arbeiten muss“, sagt Arno Härter. „Aber Weihnachten fällt deshalb nicht aus. Die Bescherung verschiebt sich nur nach hinten.“

Insgesamt 136 Mitarbeiter der RSAG sind mit Bussen, Straßenbahnen und Regionalzügen unterwegs bzw. in der Leitstelle tätig. Sie bemühen sich darum, den ganz normalen Samstagsfahrplan einzuhalten, was bei diesen Wetterverhältnissen vermutlich gar nicht so einfach sein wird.
Ob zu Fuß, mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln – schön, wenn man trotz des heftigen Winterwetters auch mal das Haus verlassen kann und an sein Ziel kommt. Neben den lieben Verwandten dürften über die Weihnachtstage für viele sicherlich auch weihnachtliche Konzerte oder Kirchenbesuche dazugehören.

Auch am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag ist er bei den Festgottesdiensten als Kirchenmusiker in der Innenstadtgemeinde aktiv. Er kennt es auch nicht anders. Schon als Jugendlicher ist er übers Land gefahren und hat auf den Dörfern Orgel gespielt, erzählt Karl Scharnweber. „Das gehört für mich dazu. Das Musizieren ist ja auch eine schöne Arbeit.“ Seine Musizierlust beschränkt sich daher nicht nur auf die Kirchenmusik mit Orgel, Chor und Flötenkinder. Auch als freiberuflicher Künstler wird er an den Weihnachtsabenden am Flügel im kleineren Kreise für weihnachtliche Stimmung sorgen. Wichtig sind für ihn die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Dann kehrt auch für ihn etwas Ruhe ein, in der er sich der Familie widmen kann.
Danke also allen, die über die Feiertage anderen das Leben angenehmer machen und allen Lesern eine frohe Weihnachtszeit.