Mechthild Mannewitz „Musik in der Malerei“

Rostocker Künstlerin stellt in den Kreuzgängen der Hochschule für Musik und Theater aus

5. Oktober 2011, von
Malereien von Mechthild Mannewitz in den Kreuzgängen der HMT
Malereien von Mechthild Mannewitz in den Kreuzgängen der HMT

Betritt man die Kreuzgänge der Hochschule für Musik und Theater (HMT), kann man derzeit Bilder der Rostocker Malerin Mechthild Mannewitz betrachten. Dort, wo junge Menschen täglich vorbei kommen, um ihrem Studium der Musik oder Schauspielerei nachzugehen, hängen jetzt Ölgemälde der Ausstellung „Musik in der Malerei“.

In den Kreuzgängen kommen sie gut zur Geltung, die kräftigen, leuchtenden Farben und die dynamischen Formen, die so typisch für die Malerin sind.

"Cornelia" von Mechthild Mannewitz
"Cornelia" von Mechthild Mannewitz

Vor allem neuere Werke werden in der aktuellen Ausstellung gezeigt. Unter den knapp 40 Ölgemälden findet man vor allem Stillleben von Blumen und Früchten. Wie das Bild der zwei Ananas in einer Schale. Drei ovale Formen dominieren das Bild, harte Kanten im Hintergrund schaffen einen interessanten Kontrast.

Neben den Stillleben findet man auch beeindruckende Porträts, wie das Bild der 14-jährigen „Cornelia“. Hier wusste Mechthild Mannewitz sehr gut das Leben des Mädchens einzufangen und in einer ganz besonderen Stimmung einzubetten.

Vielleicht kann der Betrachter auch hier die Musik in der Malerei sehen, einen Klang oder eine Melodie in den Formen erkennen.

Sonnenblumen von Mechthild Mannewitz
Sonnenblumen von Mechthild Mannewitz

Wie Mechthild Mannewitz selbst sagte: „Die Farben sprechen durch unsere Augen mit unserem Inneren. Da kommt etwas zum Klingen. Aber nicht bei Allen. Manche bevorzugen Schwarz-Weiß.“

Schwarz-Weiß kann man bei dieser Ausstellung nicht erwarten. Es sind farbenfrohe Bilder, stimmungsvoll und sehr kontrastreich. Auch die Umgebung, die Kreuzgänge der HMT, das alte Gebäude bietet einen interessanten Rahmen für die moderneren, impressionistischen oder kubistischen Ölgemälde. So schafft die HMT, auch das Zusammenspiel von Musik und Malerei in Szene zu setzen.

Mechthild Mannewitz
Mechthild Mannewitz

Geboren am 3. Dezember 1926 in Rostock, wurde Mechthild Mannewitz im Alter von 17 Jahren kriegsverpflichtet und arbeitete in den Dornier-Werken in Wismar. Nach dem Krieg bildete sich ihr Wunsch aus, künstlerisch tätig zu sein. Sie wurde Schülerin von Egon Tschirch und Thuro Balzer und heiratete 1954 den Restaurator, Maler und Glasfenstergestalter Lothar Mannewitz.

Von ihren drei Kindern sind zwei ebenfalls künstlerisch tätig. Mit ihrer Tochter hatte sie bereits eine gemeinsame Ausstellung in Schwaan.

Um den 85. Geburtstag der Künstlerin zu ehren, eröffnete jetzt der Kunstverein zu Rostock in Zusammenarbeit mit der HMT diese Ausstellung, die man noch bis zum 1. November besuchen kann.

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