Betritt man die Kreuzgänge der Hochschule für Musik und Theater (HMT), kann man derzeit Bilder der Rostocker Malerin Mechthild Mannewitz betrachten. Dort, wo junge Menschen täglich vorbei kommen, um ihrem Studium der Musik oder Schauspielerei nachzugehen, hängen jetzt Ölgemälde der Ausstellung „Musik in der Malerei“.
In den Kreuzgängen kommen sie gut zur Geltung, die kräftigen, leuchtenden Farben und die dynamischen Formen, die so typisch für die Malerin sind.

Neben den Stillleben findet man auch beeindruckende Porträts, wie das Bild der 14-jährigen „Cornelia“. Hier wusste Mechthild Mannewitz sehr gut das Leben des Mädchens einzufangen und in einer ganz besonderen Stimmung einzubetten.
Vielleicht kann der Betrachter auch hier die Musik in der Malerei sehen, einen Klang oder eine Melodie in den Formen erkennen.

Schwarz-Weiß kann man bei dieser Ausstellung nicht erwarten. Es sind farbenfrohe Bilder, stimmungsvoll und sehr kontrastreich. Auch die Umgebung, die Kreuzgänge der HMT, das alte Gebäude bietet einen interessanten Rahmen für die moderneren, impressionistischen oder kubistischen Ölgemälde. So schafft die HMT, auch das Zusammenspiel von Musik und Malerei in Szene zu setzen.

Von ihren drei Kindern sind zwei ebenfalls künstlerisch tätig. Mit ihrer Tochter hatte sie bereits eine gemeinsame Ausstellung in Schwaan.
Um den 85. Geburtstag der Künstlerin zu ehren, eröffnete jetzt der Kunstverein zu Rostock in Zusammenarbeit mit der HMT diese Ausstellung, die man noch bis zum 1. November besuchen kann.