

Gleich bei Betreten der Galerie wird der Blick des Besuchers wie magisch von der gegenüberliegenden Wand angezogen.
In scheinbar physikalischer Unmöglichkeit wurde dort fensternah eine gewaltige Holzskulptur angebracht, die aus zahlreichen gleichmäßigen Bögen geschnitzt, eine beeindruckende Blütenform ergibt.

Den Mittelpunkt der Ausstellung stellen allerdings Werke ganz anderer Art dar.

Da wäre beispielsweise die Zeichenserie „Nachthimmel“, welche erstmals in Rostock zu sehen ist. Auf gelb und grün bemaltem Papier ist filigran ein altertümliches Stoffmuster aufgezeichnet und wurde zusätzlich mit feinen weißen Punkten übersät.
Die Kreise des Musters wurden sogar gänzlich aus dem Papier herausgeschnitten und symbolisieren den Übergang vom Imaginären zum Konkreten.
„Laitzschs Arbeiten beschäftigen sich mit dem Spannungsverhältnis zwischen Fläche und Raum, sie halten das Verhältnis zwischen konkretem Ansatz und Illusionen in der Schwebe.“, analysiert die Berliner Kunstwissenschaftlerin Birgit Effinger die Ausstellung „rundherum“. Dabei würden abstrakte Linien sowohl poröse, als auch kompakte Formen bilden, ein Wechselspiel zwischen vorne und hinten, zwischen Materie und Leere und natürlich Ruhe und Bewegung.

Dabei wurden nicht nur Werke aufgehängt, sondern sogar eine ganze Wand mit einem feinen Raster überzogen und so in ein temporäres Kunstwerk verwandelt.
Die gesamte Ausstellung ist noch bis zum 23. Oktober in der Galerie „wolkenbank“ in der Wollenweberstraße zu sehen. Diese ist Mittwoch bis Samstag jeweils von 14:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.