Nachdem die 50. Internationale Mathematik-Olympiade (IMO) 2009 hier bei uns in Deutschland stattfand, ist der Austragungsort der diesjährigen Veranstaltung Amsterdam. Doch bis dorthin ist der Weg nicht nur weit, sondern auch steinig und mit Stolpersteinen gepflastert.
Bundesweit wurden kleinere Mathematik-Olympiaden an den Schulen veranstaltet. Zusätzlich gab es auch die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Bundeswettbewerb. Insgesamt wurden 16 deutsche Jugendliche ermittelt, die nun zu den verschiedensten Auswahlwettbewerben geschickt wurden - etwa zu dem, der gerade auf (oder neben) dem Jugendschiff Likedeeler in Rostock stattfand.
Zusätzlich zu den 16 Deutschen ist auch eine Französin mit an Bord des „Matheschiffes“ mit Kurs auf Holland. Neben vielen Klausuren wurden Mathebücher gewälzt und fleißig das abgeschrieben, was Dr. Hans-Dietrich Gronau von der Uni Rostock an die Tafel schrieb. Er ist der „Pythagoras“, der die Schüler diese Woche durch die Welt der Zahlen, Formeln und Gesetze begleitet und geleitet hat.
Und Schüler, die bei der IMO teilnahmen, hätten es auch im späteren Leben oft weit gebracht, verriet er mir. So sei zum Beispiel Dr. Bodo Laß vor 20 Jahren erfolgreicher Teilnehmer des weltweiten Mathematikcontestes gewesen. Jetzt lebe er in Frankreich und unterstütze dort mit viel Engagement Projekte rund um Jugendliche. Mit einem Lächeln fügte er hinzu, dass sich selbst unsere jetzige Bundeskanzlerin Angela Merkel oft den mathematischen Hürden des Wettbewerbes stellte und dabei nicht einmal schlecht abschnitt.
Am Ende der Lehrgangswoche in Rostock und den noch folgenden in Bad Homburg und im Schwarzwald werden insgesamt sechs Jugendliche ausgewählt sein, die unser Land im Sommer dieses Jahres vertreten werden.


Aber Mathe ist ihr Leben. Später möchte sie das, was sie zurzeit bereits auf regionaler Ebene tut, noch weiter ausdehnen. Ihre spezielle Förderung sei ein Geschenk und das weiß sie zu schätzen. Deshalb möchte sie ihr Wissen gerne teilen und weitergeben. Vielleicht steht sie schon bald selbst vor einer Horde Mathehungriger - wer weiß das schon. An der Uni jedenfalls ist sie auch jetzt schon gerne gesehen, wenn das Mathefieber ruft.
Ich jedenfalls drücke allen heute kennengelernten Teilnehmer ganz fest die Daumen und hoffe, dass sie Deutschland gebührend vertreten werden.