Die Begriffe Bio und Öko sind allgegenwärtig. Doch was bedeuten sie eigentlich? Was verbirgt sich hinter Lebensmitteln aus ökologischer Landwirtschaft und schmecken Bio-Produkte überhaupt besser als herkömmlich angebaute? Fragen, die sich mit Sicherheit jeder von uns schon einmal gestellt hat.
Wie vielseitig Bio sein kann und was alles dahinter steckt, konnte man am Sonntag auf der Promenade in Warnemünde sehen und erleben. Bereits zum zehnten Mal bot der Bio-Erleben-Tag die Möglichkeit, an vielen unterschiedlichen Ständen Wissenswertes über „Bio“ zu lernen und Einblicke in die ökologische Landwirtschaft zu bekommen. „Hier hat man die Gelegenheit, auch die hinter den Produkten stehenden Menschen einmal persönlich kennenzulernen und etwas über ihre Regionen zu erfahren“, so Dr. Till Backhaus, Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, während der Eröffnung.

Auf dem Rundgang durch die Stände wurde schnell deutlich, dass das Wort „Bio“ für eine Vielfalt unterschiedlichster Produkte steht. Und so konnte man sich neben bunter Naturmode oder ökologischer Haarpflege die Sinne von leckeren Gerüchen berauschen lassen. Viele Leute folgten dem süßlichen Aroma des Basilikums in Gottschlings Kräutergarten oder wurden von dem unausweichlichen Geruch der Biobratwurst angezogen. Viele leckere Bio-Produkte konnten probiert werden: Von würzigem Lupinenkaffee, leckerem Holunderblütenwein bis hin zu einer großen Auswahl an Gemüsesorten war alles dabei.


Doch neben den vielen kleinen Mitmach-Aktionen stand vor allem auch das Thema der familienbetriebenen Landwirtschaft im Vordergrund. Ein vorgestellter Familienbetrieb war die Behr AG, welche Einzelhandelsgeschäfte und Bio-Großhändler mit Gemüse beliefert. Im Gespräch mit Mitarbeiter Birger Exner wurde schnell deutlich, dass trotz bestehender Nachfrage nach Bio-Produkten kein großes Wachstum zu verzeichnen ist. Hingegen werden deutschlandweit wieder vermehrt konventionelle Lebensmittel gekauft. Der Preisdruck durch den Lebensmitteleinzelhandel wird immer größer. Für viele Betriebe bedeutet dies, dass sie auf zusätzliche Unterstützung angewiesen sind.

Vielleicht trägt der Bio-Erleben-Tag etwas dazu bei, das Thema „Bio“ in Zukunft verstärkt in die Köpfe der Menschen zu rücken, sodass die Nachfrage nach ökologisch angebauten Produkte wieder steigt.